Peggy in einem bunten Pullover
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, danke für diesen Pullover!

Der Herbst ist eingekehrt und ich habe meinen Kleiderschrank ausgemistet. Die warmen Pullover brauche ich jetzt unbedingt wieder. Eigentlich gar nichts Besonderes, bis ich den Pullover entdecke, den Mama mir gestrickt hat. Es ist nicht nur einer, es sind viele. Den ein oder anderen trage ich eigentlich gar nicht mehr, aber ich möchte sie in meinem Schrank haben. Sie geben mir ein Stück von Mama und sorgen dafür, dass sie immer da ist.

Mann und Frau stehen am See
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, hast du auch Angst vor der Kurzzeitpflege?

Ich sitze vor meinem Laptop und fülle die Unterlagen aus. Meine Mama wird demnächst für einige Tage zur Kurzzeitpflege in ein Heim gehen. Papa braucht diese Auszeit ganz dringend. Ich dachte immer, ich könnte seine Aufgaben übernehmen, wenn er nicht mehr kann. Aber ich kann das nicht – und das Beste und Wichtigste, was ich gerade tun kann, ist meine Eltern dabei zu unterstützen, die Kurzzeitpflege zu nutzen. Jahrelang habe ich Papa erzählt, dass er diese Unterstützungsleistung unbedingt nutzen soll. Und jetzt merke ich, dass nicht nur ihm dieser Schritt schwer fällt, sondern auch mir. Ich habe Angst davor und zweifle, auch wenn ich weiß, dass es richtig ist. Ich unterschreibe mit gemischten Gefühlen. Ein neuer Brief an Mama: Liebe Mama, hast du auch Angst vor der Kurzzeitpflege?

Weisheit der Demenz
Buchtipps

Buchvorstellung: „Die Weisheit der Demenz“

Ich möchte euch ein neues Buch vorstellen: "Die Weisheit der Demenz". Es ist ein Ratgeber zum Thema Validation und vereint sehr viel: Hintergrundinformationen, praktisch erprobte Tipps und lehrreiche Ankedoten. Für mich ist ein Buch, aus dem ich viel mitnehmen kann und sowohl Bestätigung für mein aktuelles Handeln bekomme, aber auch neue Inspirationen. Hier lest ihr mehr über das Buch der Validations-Expertin Hildegard Nachum, das ich sehr empfehlen kann.

Christoph Trappe und sein Vater
Gastbeitrag, Tipps für den Alltag

Gastbeitrag von Christoph: „Papi, ich habe ein Auto geklaut. Und zwar deins!“

In meinem Blog geht es vor allem um meine Erfahrungen mit der Alzheimererkrankung meiner Mama. Ich berichte von den Herausforderungen und den schönen Momenten – und möchte so Einblicke in das Leben mit Demenz geben und anderen Mut machen. Ich möchte aber auch anderen eine Stimme geben und zum Austauschen anregen. Denn ich bin überzeugt davon, dass wir am besten voneinander und miteinander lernen können, wie ein gutes Leben mit Demenz gehen kann. Deshalb findet ihr ab sofort auch Gastbeiträge auf meinem Blog und seid herzlich eingeladen, einen zu Geastbeitrag zu schreiben. Den Anfang macht Christoph. Er berichtet von seinem Vater Klaus und dem Autofahren.

Peggy und Mama - sehr nah
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, wie geht Inklusion?

In Magdeburg findet demnächst eine große Veranstaltung zum Thema Inklusion statt. Ich finde das ein wichtiges Thema, aber auch ziemlich kompliziert. Inklusion heißt für mich, jeden Menschen – mit seinen Bedürfnissen – in der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Aber wie genau geht das? Schon im Kleinen ist das eine Herausforderung. Ich würde meine Mama gerne an allem, was wir tun, teilhaben lassen. Aber erfüllt das dann ihre Bedürfnisse? Sehe und verstehe ich diese überhaupt? So gerne würde ich mit meiner Mama darüber sprechen. Stattdessen schreibe ich einen Brief an sie und suche darin eine Antwort.

Wie ich helfen kann

Vorstellung: Die Notfalldose

Vor kurzem habe ich bei einem Vortrag von der Notfalldose erfahren und sie für meine Eltern angeschafft. Sie kann im Notfall gezielt helfen – und zwar, indem sie Rettungsdiensten und Ärzten schnell wichtige Informationen liefert. Im folgenden stelle ich sie euch vor. Und: Ihr könnt vier Dosen gewinnen.

"Liebe Mama..."

Liebe Mama von Peggy… – Ein Brief meiner Freundin an Mama

Ich war mit meinen Töchtern nun eine ganze Weile bei meinen Eltern, um für Mama da zu sein, um Papa zu helfen und einfach Zeit miteinander zu verbringen. Auch meine liebe Freundin Anne hat uns für einige Tage besucht. Wir kennen uns schon viele Jahre, und es ist wunderbar, sie an meiner Seite zu wissen, auch, wenn es um Mama geht. Sie hat meiner Mama einen Brief geschrieben, der mich sehr berührt und den ich mit euch teilen möchte (und dies auch darf - Danke, Anne!).

Peggy und Mama
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, manchmal habe ich Angst.

Vor etwa elf Jahren hat meine Mama die Diagnose Alzheimer bekommen – und damals hatte ich große Angst um sie. Ich dachte, dass die Krankheit sicher schnell verläuft, weil sie sie in relativ jungem Alter bekommen hat. Doch das war nicht der Fall. Im Gegenteil, ich habe viel gelernt über und mit der Demenz. Und doch mischt sich immer wieder die Sorge vor der Zukunft ein. Ein neuer Brief: Liebe Mama, manchmal habe ich Angst.

Mama und Peggy Hand in Hand
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, es ist schön, dir nahe zu sein!

Als Kind habe ich mich oft zu meiner Mama ins Bett geschlichen, so wie meine Töchter es jetzt bei mir machen. Sie mögen und suchen diese Nähe sehr. Ich bin meiner Mama allerdings schon seit Jahren nicht mehr so nahe gekommen. Bis zu diesem Wochenende, an dem wir gefeiert haben und ich mich am Morgen danach neben sie gelegt habe, um sie zu wecken. Liebe Mama, es ist schön, dir nahe zu sein!

Tipps für den Alltag

Anleitung: Eine Fühlschnur zum Nesteln

Meine Mama ist nicht mehr so viel in Bewegung, ihre Finger sind aber oft sehr aktiv: Sie fühlt und nestelt gerne damit. Das Nesteln ist für Menschen mit Demenz oft eine Strategie, um sich selber zu erspüren und die innere Unruhe zu befrieden. Es gibt viele Produkte, die man kaufen kann. Man kann sie auch selber machen. Eine Nestelschnur zum Beispiel ist ganz einfach hergestellt. Ich habe für meine Mama eine Fühlschnur zum Nesteln gemacht. Hier ist die Anleitung.

Filmplakat_Woche für das Leben
Tagebuchbloggen

Demenz – Mittendrin tut allen gut

Am Sonnabend wurde die "Woche für das Leben" eröffnet, eine ökumenische Aktion, die sich in diesem Jahr mit dem Demenz beschäftigt. Zum Auftakt gab es verschiedene Veranstaltungen in Leipzig, unter anderem wurde der Film über Mama und mich gezeigt. Als ich mitten im Stadtzentrum vor dem Filmplakat stand, fand ich das erst irgendwie komisch – und dann dachte ich, wie richtig und wichtig das ist. Denn das Thema Demenz gehört mitten in die Gesellschaft und das es eigentlich allen guttut.

Peggs streicht Mama Strähne aus dem Gesicht
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, manchmal fühle ich mich zerrissen.

Ich genieße es sehr, mit meiner Familie für eine längere Zeit bei meiner Mama zu sein. Aber ich spüre dann auch, wie anstrengend es ist. Denn ich möchte mich bestmöglich um meine Mama kümmern und bin natürlich weiter für meine Kinder da. Das ist ein echter Spagat für mich, auch weil wir gemeinsam nicht mehr viel unternehmen können. Wie gerne würde ich mich mit meiner Mama darüber austauschen. Ein neuer Brief: Liebe Mama, manchmal fühle ich mich zerrissen.

Gefühle verarbeiten

„Erkennt sie dich noch?“ – Warum ich mir diese Frage nicht mehr stelle

"Erkennt sie dich noch?" - Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, wenn ich erzähle, dass meine Mama Alzheimer hat. Auch ich habe mich anfangs gefragt, ob sie mich irgendwann nicht mehr erkennen würde. Ich hatte Angst vor dem Moment, in dem Mama nicht mehr wüsste, dass ich ihre Tochter bin. Mittlerweile stelle ich mir diese Frage nicht mehr. Warum das so ist, erkläre ich in diesem Blogartikel.