Liebe-Mama-wohin-gehen
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, wohin wolltest du gehen?

Vor ein paar Tagen erst habe ich eine Erfahrung gemacht, die für mich ganz schrecklich war: Ich habe meine Mama verloren. Es war gar nicht lange, maximal 20 Minuten, aber es hat sich angefühlt wie Stunden. Und die Gedanken erst, die in meinem Kopf kreuz und quer rasten. In meinem Alltag mit den Kindern bin ich ja manchmal besorgt und ängstlich, aber so panisch voller Angst war ich schon sehr lange nicht mehr. In diesem Brief an meine Mama geht es ums Verlieren und Finden, Fehler machen und daraus lernen.

Kinderfrage Alzheimer woher wisst ihr
Kinderfragen

Kinderfrage bei Alzheimer: Woher wisst ihr immer, was die Oma will?

Wenn wir mit meinen Eltern Zeit verbringen, erfahren meine Töchter, was es bedeutet mit einer Erkrankung wie Alzheimer zu leben. Sie sind sehr aufmerksam und versuchen meiner Mama zu helfen. Das fällt ihnen aber nicht immer leicht. Denn meine Mama kann ihre Bedürfnisse und Wünsche nicht mehr mitteilen. Und es ist oft nicht klar erkennbar, was sie braucht oder möchte. Meine mittlere Tochter, die immer sehr bemüht um die Oma ist, fragte mich: „Woher wisst ihr, was die Oma will?“ Es war der Beginn eines intensiven Gesprächs über Alzheimer und die Oma, aber auch darüber, was jeden Menschen ausmacht. Denn auch wenn, die Demenz viel von dem Menschen nimmt, der man einmal war, spielen doch die eigene Lebensgeschichte und die individuellen Bedürfnisse immer noch eine Rolle. Und manchmal ist es einfach ein Ausprobieren. Mehr dazu in dieser Kinderfrage über Alzheimer

Mit Gefühlen umgehen

„Gefühle sind eine wertvolle Ressource“ – „Alzheimer und wir“ im Gespräch mit Anja Kälin

Die Alzheimer-Erkrankung meiner Mama macht auch sehr viel mit mir. Manchmal bin ich traurig, manchmal wütend, manchmal fühle ich mich schuldig oder hilflos und ja, auch in manchen Momenten fröhlich, glücklich und zuversichtlich. Man kann also durchaus davon reden, dass in mir ein Gefühls-Chaos herrscht. Warum viele Angehörige eine Achterbahn der Emotionen erleben und wie man einen Weg findet, um mit mit negativen Gefühlen umzugehen, darum geht geht es in Teil 2 von „Alzheimer und das Gefühls-Chaos“. Ein Interview mit Anja Kälin

darf-ich-traurig-sein
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, darf ich traurig sein?

Eine Achterbahn der Gefühle – das ist die Alzheimer-Erkrankung meiner Mama oft für mich. Meine Mama lebt nun schon seit bald neun Jahren mit der Diagnose Alzheimer – und mit ihr die ganze Familie. Anfangs war ich vor allem traurig und habe viel geweint, mit der Zeit habe ich meinen Gefühlen immer weniger Raum gelassen. Dabei bin ich immer noch traurig. Darf ich das? Weinen? Ich bin doch gesund – und meine Mama hat den Alzheimer. Was steckt hinter meiner Trauer? Darüber habe ich mit einer gesprochen, die sich auskennt. Anja Kälin vom Verein Desideria hat mir erklärt, warum es vollkommen in Ordnung und sogar wichtig ist, wenn man als Angehöriger traurig ist und wie ich damit umgehen kann. Teil 1 von „Alzheimer und das Gefühls-Chaos“

Corona-Alltag Entlastung
Wie ich helfen kann

Immer noch im Corona-Alltag: Auf der Suche nach Entlastung

Während des Lockdowns dachte ich, dass danach "alles wieder normal" wäre. Wenn man sich so umschaut, wirkt es auch fast so: Restaurants, Freibäder und Kindergärten sind wieder geöffnet. Aber eben nur fast: Da ist der Mund-Nasen-Schutz, ohne den kein Einkaufen möglich ist. Da sind Beschränkungen in der Schule – und auch in Mamas Tagespflege. Bei einem leichten Husten hieß es sofort: Besuchsverbot für 14 Tage. Das ist richtig und gut so, aber brachte meinen Papa doch irgendwie an seine Grenze. Und es zeigt: Ein Zurück zu Normal ist nicht in Sicht. Vor allem Eltern und pflegende Angehörige sind betroffen. Wie können wir in dem neuen Alltag klarkommen? Auf der Suche nach Lösungen

Kinderbuch ueber Alzheimer-Cover-als-opapi-das-denken-vergass
Kinderbücher

Kinderbücher über Alzheimer im Check Nr. 8 „Als Opapi das Denken vergaß“

Regelmäßig schreibe ich Buch-Rezensionen zu Kinderbüchern über Alzheimer und Demenz. Heute stelle ich euch mal kein Bilderbuch, sondern einen Kinderroman vor. Er handelt von Mia und ihrem Urgroßvater - Opapi genannt -, der vom Bodensee zu Mias Familie nach Hamburg zieht. Mia möchte für ihren Opa da sein und sich um ihn kümmern. Doch sie erlebt, dass mit dem Opapi gleichzeitig noch ein geheimnisvoller, kleiner Junge auftaucht. Ein frecher, aber herzensguter Junge, so wie es der Opapi früher war. Wer ist das – und was hat er mit den Erinnerungen des Opapis zu tun? Das erfahrt ihr in dieser märchenhaften Kindergeschichte. Nur so viel sei verraten: Irgendwie bleiben wir immer Kind. Teil 8 der Kinderbücher über Alzheimer: "Als Opapi das Denken vergaß"

Mit Alzheimer Feste feiern
Wie ich helfen kann

Mit Alzheimer: Gemeinsam Feste feiern

Was für eine Herausforderung: eine Familienfeier! Der 80. Geburtstag meines Papas stand an. "Wie soll das mit Mama klappen?", diese Frage stellte sich nicht nur mein Papa, auch ich hatte Zweifel. Aufgrund ihrer Alzheimer-Erkrankung braucht sie viel Unterstützung und Pflege im Alltag – und auch Ruhe. Aber nicht feiern schien irgendwie keine Option. Schon Anfang des Jahres war Papas Jubiläum Thema. Doch dann kam Corona. Und hatte tatsächlich einen netten Nebeneffekt, von dem vor allem meine Mama profitiert hat.

Allgemein

In eigener Sache: Meine Stimme über Alzheimer – Grimme Online Award und Deutschlandfunk

Danke an alle, die mir ihre Stimme gegeben haben und die mich in den vergangenen Wochen unterstützt haben! Das hat mir sehr viel bedeutet. Auch wenn es mit dem Grimme Online Award nicht geklappt hat, werde ich natürlich weiter schreiben. Ich möchte ehrliche Einblicke in das Leben mit Alzheimer geben – und hoffe sie damit ein wenig aus der Tabuzone zu holen. Darüber habe ich auch in Deutschlandfunk Kultur gesprochen.

Allgemein

Grimme Online Award: Links zu den Pre-Partys und der Preisverleihung

Die Preisverleihung zum Grimme Online Award findet in diesem Jahr digital statt. Am Donnerstag, 25.6., ab 19:30 könnt ihr – so wie ich – im Live-Stream dabei sein. Die Jury macht es sehr spannend und verrät erst an dem Abend, wer gewinnt. Bis dahin freue ich mich über jede Art von moralischen Beistand und Daumendrücken 🙂