Peggy_Mein Ziel
Über mich, Wie ich helfen kann

Mein Ziel: Aufklären über Demenz und Mut machen

Ich wurde kürzlich nach meinem Ziel gefragt. "Warum machst du das eigentlich?", wollte eine Bekannte wissen. Warum blogge ich? Und dann auch noch über Alzheimer. Ja, klar, meine Mama ist daran erkrankt und ich beschäftige mich sehr mit dem Thema Demenz. Ich möchte meinen Blog dazu nutzen, um zu erzählen, wie es ist. Was bedeutet Alzheimer und was hilft Betroffenen? Denn sehr viele Menschen wissen das nicht. Ich schreibe aber auch, um Mut zu machen. Denn, wer die Diagnose bekommt, ist oftmals sehr alleine damit. Ich möchte die Vielfalt im Alltag mit der Krankheit zeigen. Und ich möchte, dass sich in unserer Gesellschaft Dinge verändern. Und das kann nur passieren, wenn Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige von ihren Herausforderungen berichten und wenn sie laut werden.

Mama_Peggy_Hand in Hand
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, ich wünschte, wir hätten über das Thema Pflegeheim gesprochen.

Diesen Brief an meine Mama schreibe ich nicht, weil ich möchte, dass sie in ein Pflegeheim zieht. Ich schreibe ihn, weil es das letzte ist, was ich will – und mich doch endlich damit auseinandersetzen möchte. Ich bereue es, dass wir über manche Themen - auch über das Thema Pflegeheim - nicht gesprochen haben. Mittlerweile ist es dafür zu spät. Ich habe Angst, dass ich oder wir eines Tages vor einer Entscheidung stehen und im Sinne meiner Mama handeln möchten und dann gar nicht genau wissen, was dieser wäre. Ich wünschte, wir hätten über das Thema Pflegeheim gesprochen. Eine späte Einsicht, ich weiß, aber noch nicht zu spät, finde ich.

Wohnen

Wohnen und Demenz: Die Teppich-Diskussion

Im Haus meiner Eltern dreht es sich gerade stark um das Thema Wohnen. Meiner Mama fällt es immer schwerer, Treppen zu gehen und deshalb wurde nun umgebaut. Natürlich geht das damit einher, Zimmer neu einzurichten. Etwas, worüber wir sehr viel diskutiert haben, ist das Thema Teppich. Einerseits die größte Stolperfalle überhaupt und Gefahr, dass meine Mama (oder mein Papa) stürzen. Andererseits extrem wichtig, damit die beiden sich wohl fühlen. Wie findet man da eine Lösung? Ich habe da mal ein paar Fakten und Meinungen zusammengetragen - und berichte von unserer Lösung.

Peggy Kinderbuecher Demenz
Kinderbücher

Kinderbücher über Demenz: Was lernen Kinder dadurch?

In der aktuellen Podcastfolge haben Anja und ich darüber gesprochen, wie Kinder mit der Demenzerkrankung eines Familienangehörigen umgehen. Mittlerweile gibt es jede Menge Kinderbücher über das Thema. Für wen sind sie geeignet? Was lernen Kinder dadurch? Meine Erfahrungen und Tipps dazu findet ihr im Blog-Artikel sowie eine Buch-Empfehlungsliste, die zur Podcastfolge erschienen ist.

Mama Alzheimer Kinder
Was die Kinder fragen

Meine Kinder und der Alzheimer: Zwischen Vorbild und Schützling

Oma hat Alzheimer - Als meine Mama die Diagnose bekommen hatte, hatte ich Angst, diesen Satz auszusprechen. Wie würde meine kleine Tochter reagieren? Ich wollte sie nicht verunsichern oder ängstigen. Mittlerweile habe ich drei Kinder und für sie ist die Alzheimer-Erkrankung meiner Mama irgendwie normal. Und ich gehe mit ihnen sehr offen damit um, mit den Höhen und mit den Tiefen, die Krankheit mit sich bringt. Oft kann ich mir von meinen Töchtern etwas abschauen im Umgang mit meiner Mama. Vielleicht sollten wir alle ein wenig mehr auf die Kinder schauen, denn sie haben uns im Erwachsenen im Umgang mit der Demenz so einiges voraus

Demenz seinen Weg finden
Diagnose

Seinen Weg mit der Demenz finden

Was ist der richtige Weg mit der Demenz umzugehen? Diese Frage beschäftigt viele Menschen, sowohl diejenigen, die diese Diagnose bekommen haben als auch auch ihre Angehörigen. Ich glaube, es kommt dabei auf zwei Dinge an: planen und flexibel sein. Auf den ersten Blick widersprechen sie sich vielleicht. Aber ich bin überzeugt davon, dass beides zusammengehen kann. Wie und worauf es dabei ankommt, das erfahrt ihr in diesem Beitrag.

EinJahrCoronaMama
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, wie war dieses Corona-Jahr für dich?

Ein Jahr Corona: allerorten erscheinen Analysen und Berichte über dieses besondere Jahr. Für mich war dieses Corona-Jahr ein Jahr voller Krisen und Herausforderungen, aber auch ein Jahr, in dem ich viel gelernt habe und innerlich gewachsen bin. Ich würde zu gerne wissen, welches Fazit meine Mama ziehen würde über das Corona-Jahr und bin traurig, dass sie mir das nicht erzählen kann. Ich weiß, dass dieses Jahr auch für meine Mama mit Höhen und Tiefen verbunden war, sie hat gelacht und geweint. Aber ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, ob ihre Bilanz eher positiv oder negativ ausfallen würde. Dieser Brief ist der Versuch, eine Antwort zu finden und steckt doch voller Fragen. Aber das ist gut, denn nur durchs Fragen und Hinschauen kann ich letztlich erkennen, wie es ihr geht. Vielleicht sollten wir alle mehr fragen und uns füreinander interessieren.

Im-Gespräch-Antje Holst
Wohnen

Wie kann man eine Wohnung demenzfreundlich gestalten? – Interview mit Antje Holst

Umbauen und umräumen ist bei uns schon seit einer Weile ein großes Thema, denn Mamas Probleme mit dem Treppengehen sind immer größer geworden. Wie geht man so ein Projekt an? Was braucht es tatsächlich: den Riesen-Umbau oder gibt es kleine Dinge, die man erstmal ausprobieren kann? Das Thema Wohnen ist ganz schön komplex, habe ich gemerkt. Und Entscheidungen zu treffen, fällt ganz schön schwer. Jemand, der sich sehr gut damit auskennt, ist Antje Holst. Sie ist am Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein unter anderem für den Bereich Wohnen zuständig. Dort gibt es eine Musterwohnung, die man real oder virtuell besuchen kann. Ich habe mit Antje Holst darüber gesprochen, was man beachten sollte, wenn man ein Haus oder eine Wohnung demenzfreundlich gestalten möchte. Wir haben über Aspekte wie Sicherheit, Orientierung und Vertrautheit gesprochen und darüber, dass weniger oft mehr ist.

Corona

Meine Corona-Gedanken: Vom Sorgen und Hoffen

Seit Montag gibt es diverse Lockerungen im Corona-Alltag. Meine mittlere Tochter geht tageweise wieder in die Schule, die Kleine in den Kindergarten. Einerseits stimmt mich das froh und macht Hoffnung, weil ein wenig mehr Alltag und Sozialleben möglich ist. Andererseits schürt es auch meine Sorgen, denn das Virus ist immer noch da. Experten warnen vor einer dritten Welle. Meine Mama hat durch ihre Alzheimer-Erkrankung zwar ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Coronainfektion, aber wann sie geimpft wird, ist ungewiss. Meine Corona-Gedanken zwischen Hoffen und Sorgen