Community, Gastbeitrag

Gastbeitrag von Uli: Was ich von Menschen mit Demenz gelernt habe

"Auch in widrigen Lebensumständen kann man gute Laune haben", das ist eine der Lektionen, die Uli Zeller in den vergangenen Jahren gelernt hat – und zwar durch seine Arbeit als Seelsorger für Menschen mit Demenz in einem Pflegeheim. Hier findet ihr einen Gastbeitrag von ihm. Besonders berührt hat mich seine Erzählung über Manfred.

Prävention, Wie ich helfen kann

Demenz vorbeugen? Interview mit Prof. Dr. Grönemeyer

Lässt sich das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, beeinflussen? Ja! Auf welche Faktoren es dabei ankommt, darüber habe ich in der neuen Podcastfolge "Leben. Lieben. Pflegen" mit Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer gesprochen. "Wir können etwas tun", ist er überzeugt und erklärt die Rolle von Hörproblemen, Stress, sozialer Einsamkeit, Bewegung – und was jeder Einzelne konkret tun kann. Besonders berührt hat mich, als Grönemeyer von seinen eigenen Erfahrungen als Angehöriger gesprochen hat, mit der Demenz seiner Mutter und seines Vaters.

Tipps für den Alltag, Wie ich helfen kann

Wie hilft Musik bei Demenz?

Musik wird ja häufig als Königsweg im Umgang mit Menschen mit Demenz genannt. Aber was steckt eigentlich dahinter? Wie kann Musik bei Demenzerkrankungen helfen? Wie kann es sein, dass Menschen mit Demenz zwar vieles vergessen, aber Liedtexte und Melodien präsent bleiben? Das sind Themen in der neuen Podcastfolge "Leben. Lieben. Pflegen. Der Desideria-Podcast zu Demenz und Familie" mit meinem Gast Dr. Sarah Straub.

Expert:innen-Gespräche, Gefühle verarbeiten

Neue Podcastfolge: Was ist unsichtbare Trauer?

Trauer verbinden wir meist mit dem Tod oder Verlust einer Person. Doch Trauer kann sich auch dann zeigen, wenn eine Person noch lebt, wenn wir den Alltag teilen, weil diese Person und die Beziehung mit ihr sich verändert. Angehörige von Menschen mit Demenz erleben diese Art der Trauer, die auch unsichtbare oder unerkannte oder weiße Trauer genannt wird. Was genau dahintersteckt und was hilft, mit dem Gefühl umzugehen, darüber spreche ich mit Anja Schmidt-Ott in der neuen Podcastfolge "Leben. Lieben. Pflegen"

Kinderbücher, Was die Kinder fragen

„Ich möchte Kindern helfen, die Welt zu verstehen“ – Interview mit Autorin Ulrike Blatter

In ihrem neuen Kinderbuch schreibt Ulrike Blatter eine märchenhafte Geschichte über Demenz. „Kannst du mir sagen, wie ich heiße?“ berührt und bringt schon kleinen Kindern das Thema Demenz nahe. "Kleine Kinder interessieren sich weniger dafür, was im Gehirn passiert, sondern eher für die Gefühle, die entstehen und was man miteinander machen kann", sagt Ulrike. Im Interview erzählte sie, warum es so wichtig ist, dass Erwachsene mit Kindern über Gefühle sprechen, wie sie gut mit dem Thema Demenz umgehen und weshalb die magische Welt eine Ressource ist.

Tipps für den Alltag, Wie ich helfen kann

Demenz: Erinnerungen als Schlüssel

Erinnerungen sind mehr als nur Geschichten aus der Vergangenheit – sie sind Teil unserer Identität. Sie geben Halt, Orientierung und Freude. Genau darum geht es in der neuen Folge „Leben. Lieben. Pflegen. Der Desideria Podcast zu Demenz und Familie“. Mit meinem Gast Jeanette Kießling spreche ich darüber, weshalb die Lebensgeschichte bei Demenz so eine besondere Rolle spielt, wie sie sich in den Alltag einbeziehen lässt und wie man gut mit schweren Erinnerungen umgeht.

eine Tasse aus einer Muschel und Untertasse
Community, Wie ich helfen kann

„Demenz und Kreativität ist einfach etwas, das gut zusammenpasst“

Im September zeigt die Fotografin Inga Jürgensen ihre Ausstellung „Die Ordnung der Dinge“ in Berlin – und bietet damit ein anderes Bild von Demenz, jenseits von Klischees. Die abgebildeten Objekte hat ihr Vater Volker während seiner Demenz gebaut. Die Ausstellung zeigt die poetische und fantasievolle Welt mit Demenz und lädt auch zum Mitmachen ein.

"Liebe Mama..."

Liebe Mama, ich vermisse dich.

Ich dachte eigentlich die Zeit der Briefe an Mama ist vorbei. Ich wollte nicht hängen bleiben in den trüben Gefühlen und der Schwere – und doch sind das Vermissen und Trauern immer da. Nicht ständig. An manchen Tagen sind es nur kleine Momente, die mich liebevoll an Mama erinnern. An anderen Tagen vermisse ich sie so sehr, dass ich traurig oder wütend werde. Wie gestern, als wir am Grab standen. Ich habe große Sehnsucht gehabt, war traurig und doch ein wenig Mut und Zuversicht gefunden.

Buchtipps, Gefühle verarbeiten

Buchvorstellung: „Durch die Krise begleiten“

Wie gelingt es, auf sich selber gut achtzugeben, wenn man einen Angehörigen pflegt? Wie brennen Menschen, die anderen Menschen in Krisen zur Seite stehen, nicht aus? Was bedeutet es, einem anderen wirklich zu helfen – und welche Rolle spielen dabei die eigenen Grenzen? Darüber habe ich vor kurzem mit Maja Günther im Podcast "Leben. Lieben. Pflegen" gesprochen. Hier stelle ich ihr Buch vor, das sie zusammen mit Andrea Sterr geschrieben hat: "Durch die Krise begleiten". Das Buch ist so besonders, weil es all jene Menschen stärkt, die anderen Menschen helfen, aber selbst alleine bleiben. Das Buch ist ein echter Mutmacher und bietet viele konkrete Übungen und Impulse.

Besser kommunizieren, Expert:innen-Gespräche

„Es wäre sinnvoll, Logopädie bei Demenz frühzeitig zu verordnen, nicht erst bei Schluckbeschwerden.“

Logopädie wird häufig verordnet, wenn Menschen mit Demenz Schluckstörungen entwickeln. Aber auch im frühen Stadium kann eine logopädische Therapie sinnvoll und hilfreich sein. Das sagt Logopädin Janka Muising im Interview und erklärt, warum es so wichtig ist, dass Menschen mit Demenz Anregungen zur Kommunikation erhalten, welche Strategien sie als Expertin anwendet und wie ein Buch der vergessenen Wörter helfen kann.

Expert:innen-Gespräche

„Mit einer Demenz geht noch viel“ – Interview mit Ruth Wetzel

"Die Diagnose ist ein Schock. Aber auch mit einer Demenz geht noch viel." Das sagt die Altentherapeutin Ruth Wetzel, die darüber ein ganzes Buch geschrieben hat. Im Interview haben wir uns darüber unterhalten, wie Pflegende und Angehörige in die Welt einer Person mit Demenz gelangen können und warum dies so hilfreich im Alltag ist. Ruth sagt: "Wir dürfen uns nicht nur an den Krankheitssymptomen orientieren, sondern brauchen Informationen zu der Biografie." Worauf es ankommt, welche Rolle Biografiebögen und Schatzkisten spielen und warum auch du davon profitierst, erzählt sie im Interview. Plus: Links für Biografiebögen zum Herunterladen.

Besser kommunizieren, Diagnose Demenz

Und was, wenn es Alzheimer ist? – Über den wichtigen und schweren Weg zur Diagnose

In den vergangenen Wochen, ja Monaten, hat sich unsere Situation wieder verändert. Vom ersten Gedanken "Und was, wenn es Alzheimer ist?" ist einige Zeit vergangen und es gab immer auch andere Erklärungen: zu viel Stress, die Trauer, die Einsamkeit. Aber es waren immer mehr Momente, die mich an die frühe Demenzphase meiner Mama erinnerten. Den Verdacht auf eine Demenz anzusprechen, fällt so wahnsinnig schwer und ist doch wichtig. Über den wichtigen und schweren Weg zur Diagnose.

Meine Eltern werden alt

Mein neues Buch „Meine Eltern werden alt“

Vor über einem Jahr habe ich angefangen an einem neuen Buch zu arbeiten – am 19. August ist es nun soweit und "Meine Eltern werden alt" erscheint bei hanserblau. Es geht darum, wie erwachsene Kinder ihren Eltern beim Älterwerden begleiten können und wie sie erste Schritte angehen, wenn Eltern Pflege und Unterstützung benötigen. Pflegen ist kein… Weiterlesen Mein neues Buch „Meine Eltern werden alt“

Gefühle verarbeiten, Selbstfürsorge

Abschiednehmen: Vom Trösten, Trauern und Reden

In den vergangenen Monaten war ich oft traurig. Die Traurigkeit nimmt ganz verschiedene Formen an: mal laut, mal leise, mal ist der ganze Tag trüb, mal nur für ein paar Minuten. Wenn ich ehrlich bin, dann ist diese Traurigkeit nicht erst da, seitdem Mama endgültig gegangen ist. Ich habe vor vielen Jahren angefangen, von ihr… Weiterlesen Abschiednehmen: Vom Trösten, Trauern und Reden

Gefühle verarbeiten, Wie ich helfen kann

„Wie wandelt sich die Trauer?“ – Interview mit Anja Schmidt-Ott, Teil 2

Viele Angehörige von Menschen mit Demenz trauern. Wenn die Person stirbt, verändert sich die Trauer. Häufig ist es so, "dass man dann noch einmal sehr intensiv trauert", sagt Coach und Trauerbegleiterin Anja Schmidt-Ott. In diesem Interview erklärt sie, wie sich die Trauer wandelt und welche Strategien Angehörigen helfen können. Anja geht auch darauf ein, wie… Weiterlesen „Wie wandelt sich die Trauer?“ – Interview mit Anja Schmidt-Ott, Teil 2

Expert:innen-Gespräche, Gefühle verarbeiten

„Was ist das Besondere an der Trauer bei Demenz?“ – Interview mit Anja Schmidt-Ott

Die vergangenen Wochen waren schwer, weil ich Abschied nehme von Mama. Mir ist auch bewusst geworden, dass dieses Abschiednehmen schon vor vielen Jahren begonnen hat und dass sich die Trauer schon lange eingeschlichen hat. "Unsichtbare Trauer" wird dieses Phänomen auch genannt. Das Thema Trauer trifft viele Angehörige von Menschen mit Demenz, oft unterdrücken wir es.… Weiterlesen „Was ist das Besondere an der Trauer bei Demenz?“ – Interview mit Anja Schmidt-Ott

Oma und Enkelkind
Was die Kinder fragen

Kindern Demenz erklären: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Als meine Mama die Diagnose Alzheimer erhielt, dachte ich, ich müsste meiner kleinen Tochter sofort davon erzählen. Doch schnell bekam ich Zweifel: War sie nicht noch zu jung für so ein Thema? Wie sollte ich ihr Demenz erklären? Würde ich sie damit verunsichern? Und wie sollte ich damit umgehen, dass ich selber immer weinen musste,… Weiterlesen Kindern Demenz erklären: Wann ist der beste Zeitpunkt?

kleine Geschenken Weihnachten
Tipps für den Alltag

Geschenke für Menschen mit Demenz – 7 Ideen und Anregungen

Weihnachten rückt näher und natürlich auch die Frage nach Geschenken für seine Lieben. Ich habe neulich darüber geschrieben, dass mir das Schenken für meine Mama nicht so leicht fällt. Zum einen kann sie ihre Wünsche nicht mehr äußern, zum anderen wirkt sie oft einfach zufrieden. Auf der Suche nach einem Geschenk habe ich einige tolle Tipps von anderen bekommen. Und weil ich der Meinung bin, dass der Austausch unter Angehörigen so wichtig ist, teile ich sie hier mit euch: 7 Ideen und Anregungen für Geschenke für Menschen mit Demenz.

Mama_du kannst so viel
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, du kannst noch so viel – ich sehe es nur oft nicht.

Die Alzheimer-Erkrankung meiner Mama schreitet fort. Wenn Freundinnen oder Bekannte mich fragen, wie es ihr geht, verfalle ich oft in ein tiefes Seufzen und erzähle davon, dass sie in ihrer kleinen Welt lebt und nichts mehr alleine machen kann. Doch als ich neulich viel Zeit mit ihr verbracht habe, habe ich gemerkt, dass das gar nicht stimmt. Denn sie kann noch so viel. Ich sehe es nur oft nicht. Wie kann ich das ändern? Ein Brief an meine Mama, in dem es auch um Teilhabe von Menschen mit Demenz geht und wie wir als Gesellschaft besser agieren können.