Waldspaziergang
Allgemein, Tagebuchbloggen

Verrückt, aber schön – Unser Waldspaziergang

Ich habe schon öfter darüber geschrieben, dass meine Mama nicht mehr so gut zu Fuß ist. Manchmal hat sie solche Probleme, dass sie kaum die Treppen gehen kann. Momentan ist es wieder etwas besser. Das goldene Herbstwetter hat so sehr gelockt, dass wir einen Waldspaziergang gemacht haben: allerdings auf Wegen, die so gar nichts mit barrierefrei zu tun haben. 'Das ist doch komplett verrückt', habe ich mehr als einmal gedacht und bin froh, dass ich meinen Papa nicht von seinem Wunsch nach diesem Waldspaziergang abgehalten habe. Denn ich habe gemerkt, dass es guttut, auch mit Demenz verrückte Sachen zu machen.

"Liebe Mama..."

Liebe Peggy… – Brief an mein 10 Jahre jüngeres Ich

Dieses Mal schreibe ich keinen Brief an meine Mama, sondern einen an mich – und zwar an mein zehn Jahre jüngeres Ich. Damals war Mamas Alzheimerdiagnose noch ganz frisch und ich voller Angst und Sorgen. Heute sehe ich so manches mit anderen Augen. Und wenn ich zurückblicke, merke ich, dass ich mich anfangs sehr auf die Medizin und Arzneimittel fokussiert habe. Ich habe ängstlich verfolgt, was alles nicht mehr geht. In diesem Brief geht es um die Dinge, die ich der Peggy von vor zehn Jahren gerne mit auf den Weg geben würde. Vor allem würde ich ihr sagen: Liebe Peggy, hab nicht so viel Angst!

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"Liebe Mama...", Demenzmoment

Liebe Mama, danke für den letzten Lauf!

Das Thema der Demenzmoment-Blogparade im Oktober ist Abschied. Es fällt mir schwer, einen Moment des Abschieds zu benennen – und das liegt nicht daran, dass es keine Abschiede gab und gibt. Im Laufe von Mamas Alzheimererkrankung sind ziemlich viele Dinge verschwunden, aber das meiste schleicht sich davon und es gibt kaum Gelegenheiten, etwas zu verabschieden. Ein Moment des Abschieds war unser letzter gemeinsamer Lauf. Ich erinnere mich gut an diesen besonderen Abschiedsmoment, in dem ich etwas Trauer fühlte, vor allem aber Dankbarkeit.

Vergissmeinicht_Hand_Frieden
Kommunikation, Mit Gefühlen umgehen

Vom Kämpfen und Frieden schließen

Lebst du noch im Krieg oder hast du schon Frieden geschlossen? Worte und Bilder prägen unseren persönlichen Umgang mit Demenz – und sie machen einen Unterschied, wie wir als Gesellschaft mit dem Phänomen umgehen. Wir streben danach, die Demenz zu bekämpfen und benutzen dabei kriegsähnliche Darstellungen. Doch: Was macht das mit denjenigen, die mit der Krankheit leben? Wie fühlt es sich für sie und ihre Angehörigen an? Dazu kommt, dass solche Beschreibungen Ängste und Stigmatisierungen verschärfen. Ich unterstütze deshalb die Stellungnahme "Frieden schließen mit Demenz" von Petra Rösler und hoffe, mit meinem Buch "Mamas Alzheimer und wir" ein kleines Stück dazu beitragen zu können.

Diagnose, Kommunikation

Wenn viele hinsehen – gemeinsam Lösungen finden

Im Alltag mit Demenz gibt es etliche Herausforderungen. Um Lösungen zufinden, hilft es genau hinzusehen. Klingt logisch, wichtig und richtig. Aber wie soll das gehen, wenn mehrere Menschen hinschauen (was an sich gut ist), aber jeder etwas anderes – und vielleicht sogar entgegengesetztes – erkennt? Wie kann man gemeinsam Lösungen finden? Darüber habe ich mit Anja in der aktuellen Podcastfolge "Genau hinsehen" von "Leben, Lieben, Pflegen – Der Podcast zu Demenz und Familie" gesprochen. Anja hat erklärt, worauf es ankommt und eine Übung mit auf den Weg gegeben, wie man gemeinsam kreative Lösungen finden kann. Diese und das Worksheet dazu findet ihr im Blog-Beitrag.

Verlosung Demensch Kalender 2022
Kommunikation, Wie ich helfen kann

Nimm’s mit Humor! Vom Lachen, Schmunzeln und Lächeln – Mit Verlosung

Humor tut Menschen mit Demenz und pflegenden Angehörigen gut. So heißt es oft. Doch was heißt das genau? Braucht es ständig Witze? Nicht unbedingt, aber hin und wieder tun die gut. Genauso wie die Cartoons von Peter Gaymann, der sich mit seinem DEMENSCH-Projekt für einen liebevollen Umgang mit dem Älterwerden und der Demenz einsetzt. Zum Tag des Lächelns schicke ich euch ein paar fröhliche Gedanken und verlose einen signierten DEMENSCH-Kalender von Peter Gay

Cover_Arthur_Elefant_ohne_Erinnerung
Kinderbücher

Kinderbücher über Alzheimer im Check Nr. 13: „Arthur und der Elefant ohne Erinnerung“

"Elefanten vergessen nie", so heißt es. Und tatsächlich haben die Tiere ein besonders gutes Gedächtnis. Eigentlich. Was passiert aber mit einem Elefanten, der sich nicht mehr erinnern kann? Darum geht es in dem neuen Kinderbuch "Arthur und der Elefant ohne Erinnerung". Es ist ein Bilderbuch, das schon kleinen Kindern das Thema Demenz und Älterwerden näherbringen möchte. Ob das funktioniert? Ich habe es mit meiner jüngsten Tochter gelesen. Was ihr und mir besonders gut gefallen hat, erfahrt ihr in diesem Blog-Beitrag.

Mama hinsehen demenzmoment
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, danke, dass du mir hilfst, genauer hinzusehen!

Das Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages lautet: "Demenz - genau hinsehen!" Es ist eine Ermutigung und Ermunterung genauer hinzusehen und Menschen mit Demenz zu helfen und sie im Alltag zu unterstützen. Wenn ich mit meiner Mama zusammen bin, dann merke ich, dass sie nicht nur diejenige ist, die Hilfe und Pflege braucht, sondern auch eine Lehrmeisterin. Sie hat mir geholfen und hilft mir immer wieder, genauer hinzusehen. Dieser Beitrag ist ein Brief an meine Mama: Liebe Mama, danke, dass du mir immer wieder hilfst!