Mama_Tisch
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, warum isst du nicht?

In den vergangenen Monaten hat sich Mamas Essverhalten sehr verändert. Vor einem Jahr hat sie noch selbstständig, mit gutem Appetit und viel Genuss und Freude gessen. Mittlerweile fällt Mama immer schwerer, selbst zu essen. Oft steht das Essen vor ihr, aber sie greift nicht einmal zu. Oder sie hält ein Brötchen in der Hand, aber beißt nicht ab. Warum ist das so? Verlernt Mama durch den Alzheimer das Essen? Es macht mich traurig und verunsichert mich. Was kann sie noch alleine – und wie können wir das fördern? Hilft da spezielles Geschirrt – oder nur ein anderes? Oder hat sie gar keinen Hunger? Ach, Mama, wie gerne würde ich von dir eine Antwort auf meine Frage "Warum isst du nicht?" bekommen. Aber die kannst du leider nicht geben. Wie wir versuchen, dir zu helfen

Allgemein

Einladung zum Welt-Alzheimertag – und einer ganz besonderen Vorlese-Aktion

Tadaa, es ist soweit! Ich freue mich so sehr, dass meine Idee Wirklichkeit wird und dass ich euch zu einer ganz besonderen Aktion am Welt-Alzheimertag einladen darf. Und das Beste daran ist: die Aktion findet in der gesamten Woche der Demenz statt – und das sogar völlig unabhängig von der Corona-Situation. Denn sie ist digital.… Weiterlesen Einladung zum Welt-Alzheimertag – und einer ganz besonderen Vorlese-Aktion

Meine-Omi-die-woerter-und-ich
Kinderbücher

Kinderbücher über Alzheimer im Check Nr. 10 „Meine Omi, die Wörter und ich“

Regelmäßig stelle ich euch Kinderbücher zum Thema Alzheimer und Demenz vor. Endlich mal wieder ein Bilderbuch, das man schon mit jüngeren Kindern anschauen kann. "Meine Omi, die Wörter und ich" ist ein wunderschön illustriertes Buch, das sich mit dem Thema Alzheimer und Demenz auf eine besondere Art und und Weise auseinandersetzt. Es geht ums Vergessen und zwar ums Vergessen der Wörter. Es geht aber auch ums Erinnern und zwar ums Erinnern der Wörter. Meiner jüngsten Tochter haben die farbenfrohen, fantasievollen Illustrationen viel Freude gemacht, mich hat die Geschichte sehr berührt. Der kleine Mio bekommt von seiner Omi Wörter geschenkt – laute, wilde, hoffnungsvolle, traurige und am Ende gibt sie ihm ein ganz Besonderes. Welches? Das verrate ich euch in der Buchbesprechung. Nr. 10 "Meine Omi, die Wörter und ich". Am Ende findet ihr auch einen Link mit Leseprobe.

frei sein
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, bist du frei?

Darf ich diesen Gedanken überhaupt haben? Schon während er sich in meinem Kopf zusammensetzt, frage ich mich das. Frei sein ist etwas Positives, die Alzheimer-Krankheit etwas Negatives – diese Assoziationen habe ich gelernt, irgendwie verinnerlichert. Mama ist mehr und mehr auf Hilfe und Unterstützung angewiesen, aber auf mich wirkt sie oft so zufrieden. Sie ist in ihrer Anders-Welt und irgendwie frei von all dem, was ich an Regeln, Routinen und Erwartungen lebe oder denke leben zu müssen. Und dann merke ich, dass Mamas Alzheimer nicht nur schrecklich und traurig ist, sondern auch ein paar positive Punkte mit sich bringt – und dass ich diese Erkenntnisse nutzen kann (und sollte)

Weglaufen-Hinlaufen-verirren
Praktische Tipps, Wie ich helfen kann

Von Angehörigen für Angehörige: Tipps und Erfahrungen zum Thema Weglaufen, Hinlaufen und Verirren

Wer sich um einen Menschen mit Alzheimer kümmert, steht vor jeder Menge Herausforderungen – und oft auch neuen Situationen. Ein großes Thema ist das Weglaufen/Hinlaufen und Verirren. Ich habe euch ja neulich beschrieben, wie es mir neulich ergangen ist, als meine Mama plötzlich verschwunden war. Sie war nur 15 Minuten weg, aber es war schrecklich für mich. Auf meinen Blog-Beitrag habe ich viele Nachrichten bekommen, mit tollen Tipps. Und weil ich sowieso denke, dass wir voneinander am besten lernen können, möchte ich diese mit euch teilen. Dieser Blog-Beitrag ist ein ganz besonderer, weil Erfahrung und Wissen von vielen zusammen kommen. Von Angehörigen für Angehörige: Tipps und Erfahrungen zum Weglaufen, Hinlaufen, Verirren

Kindheit-riechen
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, riechst du deine Kindheit?

Wisst ihr, was ich im Sommer so liebe? Den Geruch von Gras, das zum Trocknen auf dem Feld liegt und langsam Heu wird. Denn dieser Duft erinnert mich immer an die wunderschönen und unbeschwerten Momente meiner Kindheit. Vor kurzem bin ich mit dem Fahrrad an so einer Wiese vorbei gefahren und auch, wenn es mir an diesem Tag erst gar nicht so gut ging, so hat mir der Duft der Wiese ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ob meine Mama auch solche wunderbaren Geruchs-Erlebnisse hat? Und wo sie die wohl hat? Draußen in der Natur auf jeden Fall, da bin ich mir sicher. Ein Grund mehr, um gemeinsam in der Natur spazieren zu gehen

Interview-Anita-Mild
Im Gespräch, Was die Kinder fragen

„Erwachsene können von Kindern lernen, sich auf Menschen mit Demenz einzulassen“ – Im Gespräch mit Anita Mild

Kinder und Demenz – dieses Thema beschäftigt mich sehr. Ich kann mit der Alzheimer-Erkrankung meiner Mama mittlerweile offen umgehen, aber mir fällt es mir manchmal nicht leicht, mit den Kindern darüber zu sprechen. Oder ich frage mich, ob gewisse Probleme nicht zu viel für sie sind und ich sie damit belaste. Andererseits bin ich immer wieder erstaunt, mit was für einer Offenheit und Unbeschwertheit meine Töchter mit dem Thema Alzheimer umgehen und wie sehr sie sich bemühen, meiner Mama etwas Gutes zu tun. Der Autorin Anita Mild gelingt es, das schwere Thema Demenz für Kinder leicht und humorvoll zu verpacken. Von ihr wollte ich wissen, wie Kinder mit der Erkrankung umgehen und was ihnen helfen kann. Was sie mir erzählt hat? Dass Kinder uns Erwachsenen im Umgang mit Alzheimer und Demenz einiges voraus haben und wir von ihnen lernen können.

Cover_Pauli-muss-ins-Altersheim
Kinderbücher

Kinderbücher über Alzheimer und Demenz im Check: Nr. 9 „Pauli muss ins Altersheim“

Dieses Kinderbuch über Alzheimer und Demenz hat uns ganz besonders gefallen. Wollt ihr wissen, warum? Weil es so fröhlich ist und einfach Spaß macht zu lesen. Es ist unbeschwert und viel netter als es der Titel erahnen lässt. Also, bitte nicht abschrecken lassen. Dieses Buch lohnt sich zum Vorlesen und für Kinder, die schon lesen können. Es bietet viele konkrete Gesprächsanreize und wunderschönen Lokalkolorit, denn Paul lebt mit seiner Mama in Österreich. Ein toller Kinderroman, den ich gerne empfehle: "Pauli muss ins Altersheim" im Check Nr. 9 bei Kinderbüchern über Alzheimer und Demenz

Liebe-Mama-wohin-gehen
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, wohin wolltest du gehen?

Vor ein paar Tagen erst habe ich eine Erfahrung gemacht, die für mich ganz schrecklich war: Ich habe meine Mama verloren. Es war gar nicht lange, maximal 20 Minuten, aber es hat sich angefühlt wie Stunden. Und die Gedanken erst, die in meinem Kopf kreuz und quer rasten. In meinem Alltag mit den Kindern bin ich ja manchmal besorgt und ängstlich, aber so panisch voller Angst war ich schon sehr lange nicht mehr. In diesem Brief an meine Mama geht es ums Verlieren und Finden, Fehler machen und daraus lernen.