"Liebe Mama..."

Liebe Mama, hat Corona nun ein Ende? Und was hat es mit uns gemacht?

Nun gibt lang ersehnte Lockerungen und Impfungen für immer mehr Menschen. Meine Eltern sind geimpft, auch ich habe schon die erste Impfung hinter mir. Man könnte meinen, dass dieser Corona-Spuk bald ein Ende hat. Ja, hoffentlich. Meine Gefühle entsprechen einer Mischung aus Müdigkeit, Frust und Hoffnung. Ich möchte daran glauben, dass nun alles besser wird. Liebe Mama, was hat Corona für dich geändert? Mit mir hat es sehr viel gemacht. Ich wünsche mir, dass einiges bleibt und vieles sich ändert.

Einsamkeit
Wie ich helfen kann

Reden gegen die Einsamkeit – Interview mit Elke Schilling

Viele ältere Menschen fühlen sich einsam, so eine aktuelle Befragung. Besonders häufig sagen dies jene mit gesundheitlichen Einschränkungen. Auch pflegende Angehörige fühlen sich oft einsam, in der Corona-Pandemie hat dies noch zugenommen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung und weiß, wie einsam sich mein Papa phasenweise gefühlt hat und wie gut es ihm tat, mit uns oder meinem Bruder zu telefonieren. Auch das Projekt Silbernetz möchte sich diesem Problem annehmen. Denn Einsamkeit, so Initiatorin Elke Schilling, kann "ein erhebliches Risiko für vorzeitige Sterblichkeit, Demenz, Depression und kardiovaskuläre Erkrankungen sein und das Immunsystem schwächen." Immer mehr Menschen rufen an, aber nicht alle Anrufe können angenommen werden. Deswegen hat der Verein eine Spendenaktion gestartet.

Abschied
Mit Gefühlen umgehen

Immer wieder Abschied nehmen

Als meine Mama die Diagnose Alzheimer erhielt, war mir klar, dass sich vieles ändern würde. Ich war traurig und hatte Angst. Aber dass ich über viele Jahre immer wieder Abschiede erleben müsste und was das mit mir machen würde, ahnte ich nicht. Ganz besonders nicht, dass ich mich von vielen Dingen verabschieden müsste, ohne je Abschied nehmen zu können. In der neuen Podcast-Folge von „Leben, Lieben, Pflegen“ habe ich mit Anja Kälin über diese vielen kleinen und die großen Abschiede gesprochen, die mit einer Demenz einhergehen. Und wir haben ein paar Ideen zusammengetragen, die beim Abschiednehmen helfen können.

Was die Kinder fragen

„Mich hat interessiert, was Vergessen heißt“ – Interview mit Regisseur Gernot Grünewald

Ich habe euch von dem Stück „Selbstvergessen“ berichtet, das ich als Live-Stream vom Deutschen Theater Berlin gesehen habe. Mich hat die Inszenierung sehr beschäftigt und auch mit meinen Töchtern habe ich danach länger darüber gesprochen. Ich wollte wissen, wie es zu diesem besonderen Stück gekommen ist und habe mit dem Regisseur Gernot Grünewald ein Interview geführt. Wir haben über Erinnerungen, Vergessen und die besondere Beziehung von Großeltern und Enkeln gesprochen

Cover_Oma Luise und die Schmetterlinge
Kinderbücher

Kinderbücher über Alzheimer im Check Nr. 12: „Oma Luise und die Schmetterlinge“

Ich möchte euch ein ganz besonderes Kinderbuch vorstellen: "Oma Luise und die Schmetterlinge" ist ein Bilderbuch rund ums Thema Demenz – und viel mehr. Es informiert auf eine zauberhafte und sehr positive Weise darüber, was bei einer Demenz im Kopf passiert. Zusätzlich zu der Geschichte finden sich viele Informationen rund um Demenz und wie Kinder damit umgehen. Was mir an diesem Buch so besonders gefällt: Es ist nicht nur ein Buch, sondern regt Gespräche und ein Miteinander an. Wie, das lest ihr in dieser Buchbesprechung.

Selbstvergessen_Ensemble des Deutschen Theaters Berlin
Was die Kinder fragen

Vom Vergessen und Erinnern: „Selbstvergessen“

Was bleibt, wenn die Erinnerungen gehen? Um diese Frage dreht es sich in dem Theaterstück "Selbstvergessen", eine Inszenierung am Deutschen Theater Berlin. Sechs Jugendliche setzen sich mit der Demenz ihrer Großeltern auseinander. Sie begeben sich auf die Suche nach den Erinnerungen ihrer Großeltern und stellen sich gleichzeitig den philosophischen Fragen, die eine Demenz oft aufbringt. Meine Töchter und ich waren bei der Uraufführung dabei: Wir haben gelacht und uns erschrocken, waren verwirrt und erfreut. Wer das Stück sehen möchte: es gibt noch weitere Termine für den Live-Stream. Ich empfehle das Stück sehr gerne weiter.

Peggy_Mein Ziel
Über mich, Wie ich helfen kann

Mein Ziel: Aufklären über Demenz und Mut machen

Ich wurde kürzlich nach meinem Ziel gefragt. "Warum machst du das eigentlich?", wollte eine Bekannte wissen. Warum blogge ich? Und dann auch noch über Alzheimer. Ja, klar, meine Mama ist daran erkrankt und ich beschäftige mich sehr mit dem Thema Demenz. Ich möchte meinen Blog dazu nutzen, um zu erzählen, wie es ist. Was bedeutet Alzheimer und was hilft Betroffenen? Denn sehr viele Menschen wissen das nicht. Ich schreibe aber auch, um Mut zu machen. Denn, wer die Diagnose bekommt, ist oftmals sehr alleine damit. Ich möchte die Vielfalt im Alltag mit der Krankheit zeigen. Und ich möchte, dass sich in unserer Gesellschaft Dinge verändern. Und das kann nur passieren, wenn Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige von ihren Herausforderungen berichten und wenn sie laut werden.

Mama_Peggy_Hand in Hand
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, ich wünschte, wir hätten über das Thema Pflegeheim gesprochen.

Diesen Brief an meine Mama schreibe ich nicht, weil ich möchte, dass sie in ein Pflegeheim zieht. Ich schreibe ihn, weil es das letzte ist, was ich will – und mich doch endlich damit auseinandersetzen möchte. Ich bereue es, dass wir über manche Themen - auch über das Thema Pflegeheim - nicht gesprochen haben. Mittlerweile ist es dafür zu spät. Ich habe Angst, dass ich oder wir eines Tages vor einer Entscheidung stehen und im Sinne meiner Mama handeln möchten und dann gar nicht genau wissen, was dieser wäre. Ich wünschte, wir hätten über das Thema Pflegeheim gesprochen. Eine späte Einsicht, ich weiß, aber noch nicht zu spät, finde ich.

Wohnen

Wohnen und Demenz: Die Teppich-Diskussion

Im Haus meiner Eltern dreht es sich gerade stark um das Thema Wohnen. Meiner Mama fällt es immer schwerer, Treppen zu gehen und deshalb wurde nun umgebaut. Natürlich geht das damit einher, Zimmer neu einzurichten. Etwas, worüber wir sehr viel diskutiert haben, ist das Thema Teppich. Einerseits die größte Stolperfalle überhaupt und Gefahr, dass meine Mama (oder mein Papa) stürzen. Andererseits extrem wichtig, damit die beiden sich wohl fühlen. Wie findet man da eine Lösung? Ich habe da mal ein paar Fakten und Meinungen zusammengetragen - und berichte von unserer Lösung.