Wohnen

Wohnen mit Alzheimer: 7 Strategien für mehr Orientierung

Vor einiger Zeit haben wir im Haus meiner Eltern umgebaut und umgeräumt. Wir haben so einiges geändert, damit Mama im Haus keine Treppen mehr gehen muss. Damit eine Wohnung demenzfreundlich ist, braucht es aber noch mehr. Ein wichtiger Punkt die Orientierung. Mit welchen Maßnahmen kann man für eine gute Orientierung sorgen? Worauf sollte man achten? Im folgenden Blogbeitrag stelle euch fünf Strategien vor

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"Liebe Mama..."

Liebe Mama, du bist tapfer!

Vor ein paar Tagen hatte ich ein Gespräch mit meinem Papa, über das ich immer noch nachdenke. Er erzählte viel über die Herausforderungen und Anstrengungen – und doch endete er mit einem positiven, ja Mut machenden Satz, an den ich seither immer denken muss. Er sagte über Mama: "Sie ist tapfer". Liebe Mama, das bist du wirklich! Dieser Perspektivwechsel weg vom hilflosen Menschen hin zu einer starken Person, der tut nicht nur mir und dir gut, sondern kann für uns alle eine Bereicherung sein. Denn Menschen mit Demenz sind eben nun mal viel mehr als die Demenz.

Pflegeheim _keine angst
Kommunikation, Wie ich helfen kann, Wohnen

Keine Angst vor dem Thema Pflegeheim

Als meine Mama die Diagnose Alzheimer erhielt, tauchte urplötzlich das Schreckgespenst Pflegeheim auf. Ich habe sofort daran gedacht, und den Gedanken, dass meine Mama alleine in einem Pflegeheim ist, schnell und weit von mir geschoben. Wir haben uns nie dazu ausgetauscht. Nun bereue ich das, denn mit ihr kann ich nicht mehr reden. Ich merke, wie wichtig es ist, sich damit zu beschäftigen und doch fällt es schwer. Mit der neuen Folge „Leben, Lieben, Pflegen“ möchten Anja Kälin und ich alle ermutigen, sich über das Thema Pflegeheim zu informieren.

Lea Simeon_Studie
Allgemein

Studie: Wie geht es jungen Erwachsenen, deren Eltern an Demenz erkrankt sind?

Demenz gilt als Krankheit der alten Menschen. Bei den über 90-Jährigen sind etwa 40 Prozent betroffen. Aber immer wieder erkranken auch jüngere Menschen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Meine Mama war damals gerade mal 55 Jahre alt und ich war Anfang 30 und hatte ein kleines Kind. Als Betroffene und auch als Angehörige fällt man dann auf - und fühlt sich oftmals sehr alleine. Die Züricher Studentin Lea Simeon plant nun eine Untersuchung über die Situation von jungen erwachsenen Kindern eines Elternteils mit früher Demenz. Hier erzählt sie über deren besondere Situation. Für die Studie sucht sie noch TeilnehmerInnen, die von ihrer Situation und den Herausforderungen erzählen möchten.

Mama, Papa, Peggy
Wie ich helfen kann

Wie kann ich als Tochter (oder Sohn) helfen?

Als meine Mama die Diagnose Alzheimer erhielt, war für mich und meinen Bruder klar, dass wir für sie da sein wollen und meinen Papa mit der Pflege und Betreuung unterstützen wollen. Aber das ist nicht immer ganz leicht. Da ist zum einen die große räumliche Entfernung, die uns im Alltag trennt. Und zum anderen, und das ist wohl die größere Herausforderung, haben wir oft unterschiedliche Vorstellungen und Herangehensweisen. Ein typisches Problem für Töchter und Söhne, die ihren Eltern bei der Pflege helfen wollen? Das ist gut möglich. Ich habe festgestellt, dass Helfen nicht immer so einfach ist, wie es zunächst anmutet, weil man als Tochter (oder Sohn) manches anders machen möchte. Wie geht Helfen dann überhaupt? Worauf kommt es an? In diesem Beitrag erzähle ich euch, wie ich mit der Situation umgehe und wie ich (erstmal) meine Rolle und Aufgabe gefunden habe.

"Liebe Mama..."

Liebe Mama, hat Corona nun ein Ende? Und was hat es mit uns gemacht?

Nun gibt lang ersehnte Lockerungen und Impfungen für immer mehr Menschen. Meine Eltern sind geimpft, auch ich habe schon die erste Impfung hinter mir. Man könnte meinen, dass dieser Corona-Spuk bald ein Ende hat. Ja, hoffentlich. Meine Gefühle entsprechen einer Mischung aus Müdigkeit, Frust und Hoffnung. Ich möchte daran glauben, dass nun alles besser wird. Liebe Mama, was hat Corona für dich geändert? Mit mir hat es sehr viel gemacht. Ich wünsche mir, dass einiges bleibt und vieles sich ändert.

Einsamkeit
Wie ich helfen kann

Reden gegen die Einsamkeit – Interview mit Elke Schilling

Viele ältere Menschen fühlen sich einsam, so eine aktuelle Befragung. Besonders häufig sagen dies jene mit gesundheitlichen Einschränkungen. Auch pflegende Angehörige fühlen sich oft einsam, in der Corona-Pandemie hat dies noch zugenommen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung und weiß, wie einsam sich mein Papa phasenweise gefühlt hat und wie gut es ihm tat, mit uns oder meinem Bruder zu telefonieren. Auch das Projekt Silbernetz möchte sich diesem Problem annehmen. Denn Einsamkeit, so Initiatorin Elke Schilling, kann "ein erhebliches Risiko für vorzeitige Sterblichkeit, Demenz, Depression und kardiovaskuläre Erkrankungen sein und das Immunsystem schwächen." Immer mehr Menschen rufen an, aber nicht alle Anrufe können angenommen werden. Deswegen hat der Verein eine Spendenaktion gestartet.