Corona

Meine Corona-Gedanken: Vom Sorgen und Hoffen

Seit Montag gibt es diverse Lockerungen im Corona-Alltag. Meine mittlere Tochter geht tageweise wieder in die Schule, die Kleine in den Kindergarten. Einerseits stimmt mich das froh und macht Hoffnung, weil ein wenig mehr Alltag und Sozialleben möglich ist. Andererseits schürt es auch meine Sorgen, denn das Virus ist immer noch da. Experten warnen vor einer dritten Welle. Meine Mama hat durch ihre Alzheimer-Erkrankung zwar ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Coronainfektion, aber wann sie geimpft wird, ist ungewiss. Meine Corona-Gedanken zwischen Hoffen und Sorgen

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Praktische Tipps

Pflegen und berufstätig sein: Wie kann Vereinbarkeit gelingen?

Wie kann es gelingen, berufstätig zu sein und einen Angehörigen zu pflegen? Ist da überhaupt Vereinbarkeit möglich? Die Frage lässt sich nur individuell beantworten, denn sie hängt immer von der individuellen Situation ab: vor allem natürlich von der Art des Jobs und von den Pflege-Aufgaben. Wie können pflegende Angehörige für sich eine Lösung finden? Mit Anja Kälin, Familiencoach und Demenz-Expertin von Desideria Care habe ich darüber gesprochen. Unsere Tipps findet ihr in der neuen Podcast-Folge von "Leben, Lieben, Pflegen" und hier im Blog-Artikel. Wie Vereinbarkeit gelingen kann: Mit mehr Zeit, Reden und Stolz.

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"Liebe Mama..."

Liebe Mama, du kannst noch so viel – ich sehe es nur oft nicht

Die Alzheimer-Erkrankung meiner Mama schreitet fort. Wenn Freundinnen oder Bekannte mich fragen, wie es ihr geht, verfalle ich oft in ein tiefes Seufzen und erzähle davon, dass sie in ihrer kleinen Welt lebt und nichts mehr alleine machen kann. Doch als ich neulich viel Zeit mit ihr verbracht habe, habe ich gemerkt, dass das gar nicht stimmt. Denn sie kann noch so viel. Ich sehe es nur oft nicht. Wie kann ich das ändern? Ein Brief an meine Mama, in dem es auch um Teilhabe und Partizipation von Menschen mit Demenz geht und wie wir als Gesellschaft so ticken

Praktische Tipps

Verhinderungspflege: Wie ihr sie nutzen könnt

Es gibt etliche Leistungen, die pflegende Angehörige nutzen können. Das habe ich gleich nach der Alzheimer-Diagnose meiner Mama erfahren. Wir haben aber lange Zeit keine einzige Leistung verwendet, weil es meiner Mama gut ging und meine Eltern keine Unterstützung brauchten. Und ganz ehrlich: Es war gar nicht so leicht, zu verstehen, welche Gelder man wofür einsetzen kann. Aber ich habe im Laufe der Zeit gelernt, welche Möglichkeiten es gibt – und dass wir einige verschenkt haben. Ich möchte euch einen kleinen Einblick geben, damit ihr gut durch den Pflegedschungel kommt. In diesem Beitrag geht es um die Verhinderungspflege: Was ist das? Und warum ist sie so wichtig für viele pflegende Angehörige? Momentan steht sie zur Debatte - und ihr könnt euch dafür einsetzen

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Kommunikation, Praktische Tipps

Unterstützung für pflegende Angehörige – Mit picsofcare

Vor ein paar Tagen habe ich mit Steffi von Work & Family ein Projekt auf Instagram gestartet: picsofcare. Es ist ein ganz besonderes Projekt, in dem pflegende Angehörige von sich und ihren Herausforderungen berichten. Und sie stellen ihre Forderungen für eine Pflegereform, unter anderem dafür, dass die Verhinderungspflege flexibel und stundenweise genommen werden kann. Für viele Familien ist das eine wichtige Möglichkeit, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr das Projekt unterstützt, denn die stundenweise Inanspruchnahme der Verhinderungspflege ist gerade für Menschen mit Demenz wichtig.

versteht die Oma uns
Kinderfragen

Kinderfragen bei Alzheimer: Versteht die Oma uns?

Meine Mama ist oft in ihrer kleinen Anders-Welt. Ich merke das vor allem an ihrem Blick. Er ist dann nach innen gerichtet. Manchmal schließt meine Mama ihre Augen auch einfach so. Meine Kinder begegnen ihrer Oma und der Alzheimer-Erkrankung mit viel Offenheit. Aber gerade, wenn Mama so abwesend wirkt, verunsichert sie das durchaus. "Versteht die Oma uns?", fragte mich meine große Tochter nach einem Wochenende bei meinen Eltern. Es war der Beginn eines beinahe philosophischen Gesprächs, von dem nicht nur meine Tochter profitierte

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Wie ich helfen kann

Zeit für mich: Ideen für mehr Selbstfürsorge im Alltag

Wer pflegt oder sich um andere Menschen kümmert, muss besonders auf sich achtgeben. Denn wenn man mit seinen Kräften nicht gut haushaltet, läuft man irgendwann Gefahr, sich zu überfordern, depressiv zu werden oder gar einen Burnout zu erleben. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, aber sehe es auch an meinem Papa, der sich kaum Zeit für sich nimmt – und sich dann oft gestresst und unruhig fühlt. Wie kann es gelingen, mehr Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren? Und was ist das überhaupt? Die "Zeit für mich"-Liste hilft euch dabei, eure Auszeiten zu finden und durchzuführen. Das Podcast-Team von "Leben, Lieben, Pflegen" hat diese Liste erstellt und hier findet ihr sie zum Herunterladen. Gut zu wissen: Häufig kommt bei der Selbstfürsorge viel mehr auf die kleinen Dinge als große Aktivitäten an. Und: Es lohnt sich, nach der wahren Belastung zu suchen – und daran zu arbeiten.

Im Gespräch Eva Helms
Im Gespräch, Wie ich helfen kann

„Die Kindheit spielt in der Demenz eine wichtige Rolle“ – Interview mit Eva Helms

„Es geht viel zu oft um die Angehörigen und viel zu wenig um die Betroffenen“ - Das sagt Eva Helms, Demenz-Expertin aus Dresden nach ihrer langjährigen Erfahrung in der Beratung und Begleitung von Menschen mit Demenz. Sie wollte das ändern und hat einen Ratgeber geschrieben für Menschen mit Demenz, der in der Frühphase der Erkrankung helfen soll. Im Interview erklärt sie auch, welche Rolle die Kindheit für den Menschen mit Demenz spielt – und wie man als Angehöriger schon mit einzelnen Wörtern für Glücksmomente sorgen kann