Motto_2021
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, lass uns den Moment leben und nach vorne schauen! – Mein Motto für 2021

Ein neues Jahr, ein neuer Vorsatz? Mmh, das machen viele Menschen. Sie nehmen sich zum Jahresanfang ein Motto vor oder schmieden konkrete Pläne. Ich habe das bislang nie gemacht. "So ein Quatsch", habe ich meist gesagt. Dabei fand ich es eigentlich schon immer ganz cool, wenn man so eine Vision hat und sie mit anderen teilt. Aber ich hatte meist Angst. Angst, dass ich meinem Motto nicht gerecht werde. Angst, dass ich meine Pläne und Erwartungen nicht erfülle. Ich habe mich immer irgendwie treiben lassen und oft auch gescheut, Dinge umzusetzen. Ich habe mich viel zu oft an Dinge aus der Vergangenheit geklammert. Dabei tut es mir sehr gut, wenn ich mich auf das Hier und Jetzt besinne. So merkwürdig es klingen mag: Das habe ich auch dank der Alzheimer-Erkrankung meiner Mama gelernt. Deshalb mein Vorsatz und Plan für dieses Jahr: den Moment leben und vorwärts schauen.

Weihnachten_Engel
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, ich möchte Weihnachten so gerne bei dir sein – und zögere doch

Dieses Jahr 2020 ist krass. Für mich eindeutig von Corona dominiert. Und noch immer hält die Pandemie an, mit aktuell wieder großen Einschnitten in das tägliche Leben. Und nun: Weihnachten! Seit Wochen blicke ich mit sehr gemischten Gefühlen auf die Weihnachtsfeiertage und frage mich, wie ich dieses Jahr feiern werde. Werde ich mit meiner Mama feiern können? Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Ich möchte gerne bei ihr sein und mit ihr und meinem Papa und meiner Familie feiern. Die gesetzlichen Vorgaben würden das sogar erlauben. Aber ich habe auch Angst davor. Denn die Bedrohung durch Corona ist sehr real und ich habe Angst, meine Eltern anzustecken. Was tun?

Peggy_Schämen
"Liebe Mama...", Mit Gefühlen umgehen

Liebe Mama, manchmal schäme ich mich

Darf ich das überhaupt? Mich wegen der Alzheimer-Erkrankung meiner Mama schämen? Normalerweise kann ich mich gut auf meine Mama einlassen und bin entspannt, aber hin und wieder finde ich mich in Situationen, in denen ich mich schäme. Es sind Momente, die mich fast überfordern und in denen ich mit meinen Gefühlen alleine bin. Warum nur? Schäme ich mich wirklich wegen dir, meine liebe Mama, oder sind es nicht vor allem meine Erwartungen und Vorstellungen, die mich beschämen? Eines habe ich gelernt: Dieses Schamgefühl zu verstecken, macht es meist nicht besser. Was mir hilft, ist zu priorisieren und auf das zu schauen, was wirklich zählt

Mama-peggy-Kai
"Liebe Mama..."

Mein lieber Bruder, danke, dass wir ein Team für Mama sind!

Ich schreibe hier viel von mir und meiner Mama. In diesem Blog-Artikel geht es um jemanden, der sich mindestens genauso viel – wenn nicht gar mehr – um meine Mama kümmert: um meinen Bruder. Früher war er für mich einfach mein kleiner Bruder (und ja, auch manchmal ziemlich nervig), aber heute bin ich so dankbar, dass er da ist und dass wir ein Team sind, wenn es darum geht, sich um unsere Mama mit Alzheimer zu kümmern und meinen Papa zu unterstützen.

Schafe
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, fast hätte ich das Wichtigste vergessen!

Ich war fast eine Woche bei meinen Eltern und wollte so viel erledigen und helfen. Ich habe nur halb so viel geschafft wie erhofft und wollte mich deshalb schon stressen. Doch dann habe ich gemerkt, dass ich das Wichtigste fast vergessen hätte in all den Aufgaben und To-Dos: Zeit mit meiner Mama zu verbringen. Und das habe ich gemacht (statt Haushalt)

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"Liebe Mama...", Corona

Liebe Mama, wann können wir uns wiedersehen? – Corona, die Zweite

Seit Tagen steigen die Zahlen der Neuinfektionen rasant, das Robert-Koch-Institut meldet immer wieder Höchststände. Politiker*innen mahnen zu Vorsicht, Umsicht und vor allem dazu, zu Hause zu bleiben. Was in meinem Fall heißt: nicht zu euch fahren. 400 Kilometer trennen uns. Wenn ich mit dem Zug fahre, begegne ich unweigerlich Menschen. Autofahren wäre sicherer, aber auch dann gibt es ja die Möglichkeit, dass ich selber infiziert bin (und es noch nicht weiß) und das Virus zu euch trage. Was tun? Wann können wir uns wiedersehen, liebe Mama? Über mein ganz persönliches Dilemma dieser zweiten Welle, den Versuch, eine Lösung zu finden und was ich für mich und uns tun kann

Danke Lächeln
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, dein Lachen und Lächeln tun so gut!

Auf dem Blog schreibe ich viel Trauriges und Nachdenkliches, denn ich bin oft traurig und manchmal auch wütend, dass meine Mama Alzheimer hat – und das obwohl die Diagnose nun schon neun Jahre zurückliegt. Aber auch die Krankheit entwickelt sich weiter – und immer neue Herausforderungen treten auf. Aber: Meine Mama hat zwar Alzheimer, aber wir können trotzdem auch lachen und fröhlich sein. Wenn Mama lacht und lächelt, ist das auch für uns ein Lichtblick. Manchmal kommt es ganz unverhofft, häufig stecken auch die Kinder Mama mit ihrem Lachen an – es tut ihr gut und mir auch. Liebe Mama, wie schön ist es, dich lachen und lächeln zu sehen!

Mama_Tisch
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, warum isst du nicht?

In den vergangenen Monaten hat sich Mamas Essverhalten sehr verändert. Vor einem Jahr hat sie noch selbstständig, mit gutem Appetit und viel Genuss und Freude gessen. Mittlerweile fällt Mama immer schwerer, selbst zu essen. Oft steht das Essen vor ihr, aber sie greift nicht einmal zu. Oder sie hält ein Brötchen in der Hand, aber beißt nicht ab. Warum ist das so? Verlernt Mama durch den Alzheimer das Essen? Es macht mich traurig und verunsichert mich. Was kann sie noch alleine – und wie können wir das fördern? Hilft da spezielles Geschirrt – oder nur ein anderes? Oder hat sie gar keinen Hunger? Ach, Mama, wie gerne würde ich von dir eine Antwort auf meine Frage "Warum isst du nicht?" bekommen. Aber die kannst du leider nicht geben. Wie wir versuchen, dir zu helfen

frei sein
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, macht die Demenz dich frei?

Darf ich diesen Gedanken überhaupt haben? Schon während er sich in meinem Kopf zusammensetzt, frage ich mich das. Frei sein ist etwas Positives, die Alzheimer-Krankheit etwas Negatives – diese Assoziationen habe ich gelernt, irgendwie verinnerlichert. Mama ist mehr und mehr auf Hilfe und Unterstützung angewiesen, aber auf mich wirkt sie oft so zufrieden. Sie ist in ihrer Anders-Welt und irgendwie frei von all dem, was ich an Regeln, Routinen und Erwartungen lebe oder denke leben zu müssen. Und dann merke ich, dass Mamas Alzheimer nicht nur schrecklich und traurig ist, sondern auch ein paar positive Punkte mit sich bringt – und dass ich diese Erkenntnisse nutzen kann (und sollte)