Mama Alzheimer Kinder
Was die Kinder fragen

Meine Kinder und der Alzheimer: Zwischen Vorbild und Schützling

Oma hat Alzheimer - Als meine Mama die Diagnose bekommen hatte, hatte ich Angst, diesen Satz auszusprechen. Wie würde meine kleine Tochter reagieren? Ich wollte sie nicht verunsichern oder ängstigen. Mittlerweile habe ich drei Kinder und für sie ist die Alzheimer-Erkrankung meiner Mama irgendwie normal. Und ich gehe mit ihnen sehr offen damit um, mit den Höhen und mit den Tiefen, die Krankheit mit sich bringt. Oft kann ich mir von meinen Töchtern etwas abschauen im Umgang mit meiner Mama. Vielleicht sollten wir alle ein wenig mehr auf die Kinder schauen, denn sie haben uns im Erwachsenen im Umgang mit der Demenz so einiges voraus

Interview-Anita-Mild
Im Gespräch, Was die Kinder fragen

„Erwachsene können von Kindern lernen, sich auf Menschen mit Demenz einzulassen“ – Im Gespräch mit Anita Mild

Kinder und Demenz – dieses Thema beschäftigt mich sehr. Ich kann mit der Alzheimer-Erkrankung meiner Mama mittlerweile offen umgehen, aber mir fällt es mir manchmal nicht leicht, mit den Kindern darüber zu sprechen. Oder ich frage mich, ob gewisse Probleme nicht zu viel für sie sind und ich sie damit belaste. Andererseits bin ich immer wieder erstaunt, mit was für einer Offenheit und Unbeschwertheit meine Töchter mit dem Thema Alzheimer umgehen und wie sehr sie sich bemühen, meiner Mama etwas Gutes zu tun. Der Autorin Anita Mild gelingt es, das schwere Thema Demenz für Kinder leicht und humorvoll zu verpacken. Von ihr wollte ich wissen, wie Kinder mit der Erkrankung umgehen und was ihnen helfen kann. Was sie mir erzählt hat? Dass Kinder uns Erwachsenen im Umgang mit Alzheimer und Demenz einiges voraus haben und wir von ihnen lernen können.