Elfchen auf Papier zum Thema Einsamkeit
Gefühle verarbeiten

Nicht mehr allein – 5 Tipps gegen die Einsamkeit

Einsamkeit – Viele Angehörige von Menschen mit Demenz kennen das Gefühl. Sowohl ältere als auch junge Menchen fühlen sich einsam. Einsamkeit ist ein stilles, aber starkes Gefühl. Von außen ist es manchmal schwer zu erkennen – und zu helfen ist nicht weniger einfach. Was kann ich tun, wenn ich mich einsam fühle? Wie kann ich andere unterstützen? Darüber habe ich mit Anja im Podcast "Leben, Lieben, Pflegen" gesprochen. Es gibt (leider) nicht den einen perfekten Ratschlag, aber es gibt Möglichkeiten, die helfen können. Im Beitrag stelle ich sieben vor.

Peggy_Mama_Umarmen
"Liebe Mama...", Demenzmoment

Liebe Mama, was sind deine Glücksmomente?

Früher waren Erfolge Momente des Glücks für mich. Und Mama hat sich immer mit mir gefreut. Mittlerweile sehe ich andere Glücksmomente: kleine, scheinbar belanglose Dinge wie die Sonnenstrahlen am frühen Morgen können mir einen Glücksmoment bescheren, einfach weil ich sehen kann, wie schön sie sind. Momente des Glücks mit meiner Mama sind Momente der Nähe: ein Lächeln, eine Umarmung. Mich macht es glücklich, wenn es gelingt, ihr etwas Gutes zu tun. Meist gehe ich davon aus, dass diese Situationen auch sie glücklich machen. Doch ist das so? Liebe Mama, was sind deine Glücksmomente?

Besser kommunizieren, Expert:innen-Gespräche, Tipps für den Alltag

Wie können Angehörige und Freunde helfen? – Interview mit Kati Imbeck

Wenn ein Mensch die Diagnose Demenz bekommt, sind immer auch Freunde und Familie betroffen. Wie kann man gut unterstützen? Darüber habe ich mit Kati Imbeck gesprochen, die sich für ihr Buch „Demenz verstehen - Hilfe für Angehörige und Freunde“ genau mit diesem Thema beschäftigt hat. Im Buch geben sie und Co-Autorin Christine Berg zahlreiche Tipps: von gesunden Rezepten über Wickeleinreibungen bis zur Kommunikation. „Wichtiger als das, was man macht, ist aber, dass man beiden, also dem Menschen mit Demenz und seinem pflegenden Angehörigen, das Gefühl gibt, dass sie nicht alleine sind", sagt Kati Imbeck. Wie das gelingen kann und wie Angehörige, Freunde, Nachbarn und Kollegen helfen können, erfahrt ihr in dem Interview mit Kati. Und: Ihr könnt ein Buch "Demenz verstehen" gewinnen.

"Liebe Mama..."

Liebe Mama, fühlst du dich einsam?

Manchmal fühle ich mich einsam. Auch mit der Alzheimererkrankung meiner Mama kam und kommt dieses Gefühl immer wieder vor. Dann bin ich ein kleines Mädchen, das sich nach seiner Mutter sehnt und dann bin ich traurig, weil sie zwar noch da ist, aber sich unsere Beziehung sehr verändert hat. Dann wünsche ich mir das Miteinander zurück, das einmal so selbstverständlich war. Ich habe gelernt, dass es okay ist, manchmal einsam zu sein und meine Mama zu vermissen und ich weiß, wie wichtig es für mich ist, darüber zu reden. Denn es hilft, das Gefühl anzunehmen und damit umzugehen. Ich wüsste gerne, wie es meiner Mama ging und geht: Liebe Mama, fühlst du dich einsam?

Expert:innen-Gespräche

„Herausforderung angenommen ist unser Lebensmotto“ – Interview mit Beni Steinauer, Rolf Könemann und Peter Wissmann

Die Demenzdiagnose meiner Mama war für mich ein Schock. Nach und nach habe ich gelernt, damit umzugehen und offen darüber zu sprechen. Ein Paar, das mir durch seinen offenen Umgang sehr imponiert, sind Beni Steinauer und Rolf Könemann. Sie erzählen ihre Geschichte offen, um anderen Betroffenen und Angehörigen Mut machen. Auch in ihrem Buch berichten sie über ihre Erfahrungen, ganz offen und ehrlich. Beim Schreiben hat sie Peter Wißmann begleitet. Im Interview berichten sie von dem Schreibprozess und warum es sich lohnt, sich einer Herausforderung wie einer Demenzdiagnose aktiv zu stellen und wie man sich von ihr nicht unterkriegen lässt.

Waldspaziergang
Allgemein, Tagebuchbloggen

Verrückt, aber schön – Unser Waldspaziergang

Ich habe schon öfter darüber geschrieben, dass meine Mama nicht mehr so gut zu Fuß ist. Manchmal hat sie solche Probleme, dass sie kaum die Treppen gehen kann. Momentan ist es wieder etwas besser. Das goldene Herbstwetter hat so sehr gelockt, dass wir einen Waldspaziergang gemacht haben: allerdings auf Wegen, die so gar nichts mit barrierefrei zu tun haben. 'Das ist doch komplett verrückt', habe ich mehr als einmal gedacht und bin froh, dass ich meinen Papa nicht von seinem Wunsch nach diesem Waldspaziergang abgehalten habe. Denn ich habe gemerkt, dass es guttut, auch mit Demenz verrückte Sachen zu machen.

letzer_lauf
"Liebe Mama...", Demenzmoment

Liebe Mama, danke für den letzten Lauf!

Das Thema der Demenzmoment-Blogparade im Oktober ist Abschied. Es fällt mir schwer, einen Moment des Abschieds zu benennen – und das liegt nicht daran, dass es keine Abschiede gab und gibt. Im Laufe von Mamas Alzheimererkrankung sind ziemlich viele Dinge verschwunden, aber das meiste schleicht sich davon und es gibt kaum Gelegenheiten, etwas zu verabschieden. Ein Moment des Abschieds war unser letzter gemeinsamer Lauf. Ich erinnere mich gut an diesen besonderen Abschiedsmoment, in dem ich etwas Trauer fühlte, vor allem aber Dankbarkeit.