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Diagnose Demenz, Tipps für den Alltag, Wie ich helfen kann

Diagnose Demenz – wie geht’s weiter? Diese 5 Fragen helfen Angehörigen, einen Weg zu finden

Als meine Mama damals die Diagnose Alzheimer-Demenz erhielt, waren wir in einer Art Schockstarre. "Wie geht es jetzt weiter?", fragte ich mich, und das fragten wir uns in der Familie. Eine Antwort konnte keiner geben. Das war ziemlich deprimierend – und es hat mich unruhig, traurig und unzufrieden gemacht. Heute weiß ich: Jede Demenz ist so individuell, wie jeder Mensch auch. Die Frage 'Wie findet man als Angehöriger einen Weg mit der Diagnose Demenz?' lässt sich letztlich nicht beantworten. Sie kann eigentlich nur heißen: 'Wie finde ich meinen Weg nach der Diagnose?' Ich möchte euch ein paar Einblicke in unseren Weg geben und zwei Worksheets vorstellen, die euch dabei unterstützen können, einen guten Umgang mit der Demenz zu finden.

Hand Herz Diagnose Demenz
Diagnose Demenz, Wie ich helfen kann

Diagnose Demenz: Erste Symptome – und warum man sie oft nicht sieht

Ein bisschen vergesslich ist jeder Mensch. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um zum Arzt zu gehen? „Ich bin immer wieder überrascht, wie lange die Familien die Symptome aushalten“, sagt der Neurologe Dr. Michael Lorrain. Er plädiert dafür, schon bei den ersten Anzeichen zum Arzt zu gehen. Das Problem: die ersten Anzeichen sind oft so unspezifisch, dass Betroffene und Angehörige nicht unbedingt eine Demenz vermuten – oder sie nicht bemerken wollen. „Man muss dem auch Zeit geben. Es ist ein großer Schritt, überhaupt die Vermutung zuzulassen, dass es eine Demenz sein könnte“, meint Familien-Coach Anja Kälin. Wie also findet man da einen Weg? Und: Warum ist eine frühe Demenz-Diagnose wichtig?

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"Liebe Mama...", Corona

Liebe Mama, wann können wir uns wiedersehen? – Corona, die Zweite

Seit Tagen steigen die Zahlen der Neuinfektionen rasant, das Robert-Koch-Institut meldet immer wieder Höchststände. Politiker*innen mahnen zu Vorsicht, Umsicht und vor allem dazu, zu Hause zu bleiben. Was in meinem Fall heißt: nicht zu euch fahren. 400 Kilometer trennen uns. Wenn ich mit dem Zug fahre, begegne ich unweigerlich Menschen. Autofahren wäre sicherer, aber auch dann gibt es ja die Möglichkeit, dass ich selber infiziert bin (und es noch nicht weiß) und das Virus zu euch trage. Was tun? Wann können wir uns wiedersehen, liebe Mama? Über mein ganz persönliches Dilemma dieser zweiten Welle, den Versuch, eine Lösung zu finden und was ich für mich und uns tun kann

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Kinderbücher

Kinderbücher über Alzheimer im Check Nr. 11: „Omas Rumpelkammer“

Heute stelle ich euch mal wieder einen Kinderroman zum Thema Demenz vor. "Omas Rumpelkammer" erzählt die Geschichte von Sofia und ihrer Oma. Die beiden haben eine sehr liebevolle Beziehung. Doch dann ändert sich alles – und irgendwie auch nicht. Oma weiß nicht mehr, wie man Napfkuchen backt, verirrt sich und dann kommt es noch zum Truthahn-Debakel. Irgendwann steht fest, dass Oma nicht mehr alleine wohnen kann und in ein Pflegeheim umziehen wird. Für Sofia ist das ganz schrecklich. Ich kann das gut nachvollziehen. Für mich ist die Vorstellung, dass meine Mama nicht mehr zu Hause leben kann, auch schrecklich und mit vielen Ängsten verbunden. Meinen Kindern geht es da ähnlich. Das Buch "Omas Rumpelkammer" setzt sich auf fröhlich-liebevolle Art mit diesem schwierigen Thema auseinander. Mir hat es Mut gemacht, vermutlich weil die kleine Sofia als sie sich überwindet und ihre Oma besucht, erlebt, dass es der Oma gut geht und sie sie immer noch genauso lieb hat. Am Ende sind die beiden so innig wie eh und je. Check Nr. 11 der Kinderbücher über Demenz: "Omas Rumpelkammer"

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Besser kommunizieren, Wie ich helfen kann

Validation und Kommunikation bei Demenz – Mein Fazit zum Vortrag und meine Erfahrungen

Vor einiger Zeit habe ich einen tollen Vortrag zum Thema "Validation - Wie funktioniert einfühlsame Kommunikation mit Menschen mit Demenz?" besucht. Die Alzheimer Gesellschaft München hatte Eva Küpers eingeladen und sie hat sehr unterhaltsam darüber gesprochen, wie Validation funktioniert. Während dem Vortrag habe ich aber auch gemerkt, dass ich vieles davon bereits tue – und zwar nicht nur in der Kommunikation mit meiner Mama, sondern auch mit meinen Kindern. Beides war und ist ein Lernprozess und wie gut, dass ich von Vorträgen und Seminaren immer wieder etwas für meinen Alltag mitnehme. In diesem Blog-Beitrag möchte ich euch in die Welt der Validation entführen und meine Erfahrungen dazu mitgeben. Ihr lest, warum bei der Kommunikation mit Menschen mit Demenz Achtsamkeit und Bestätigung so eine große Rolle spielt, warum ich als Angehörige dabei meine eigene Komfortzone verlassen muss und mich an dem Hier und Jetzt orientieren sollte

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Besser kommunizieren, Expert:innen-Gespräche, Wie ich helfen kann

„Menschen mit Demenz wollen Normalität“ – Humortherapeut Markus Proske im Gespräch

Wenn jemand in der Familie an Alzheimer oder einer anderen Demenz erkrankt, tauchen viele Fragen und Herausforderungen auf. Nach Lachen, Fröhlichkeit und Frohsinn ist da meist niemandem zumute. Das war bei uns nicht anders. Am Anfang war da viel Angst und Sorge. Mit der Zeit hat sich das verändert. Natürlich sind da immer noch Fragen und immer mal wieder Probleme. Aber irgendwie ist Normalität eingezogen. Mein Papa meistert den Pflege-Alltag auch mit Humor. Kleine Scherze und Witze bringen Mama, ihn und uns zum Lachen. "Das ist gut und wichtig", sagt der Demenzberater Markus Proske. Im Interview hat er mir erklärt, warum und wie Humor Menschen mit Demenz – und ihren Angehörigen – im Alltag helfen kann und weshalb es so wichtig ist, Normalität zu leben

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Allgemein, Wie ich helfen kann

Zum Tag des Lächelns: Interview mit Peter Gaymann

Am 2. Oktober ist der Tag des Lächelns. Schon gewusst? Dieser Feiertag mag ein wenig kurios wirken (und ist es ja auch). Aber dann wiederum: Tut ein Lächeln uns nicht allen gut und sollten wir Humor und Fröhlichkeit nicht viel mehr feiern? Mir jedenfalls erleichtern ein Lächeln oder Lachen den oft so stressigen Alltag. Durch meine Mama und ihre Alzheimer-Erkrankung habe ich gelernt: Auch im Zusammensein mit Menschen mit Demenz werden durch Humor viele Dinge leichter. So ein Tag des Lächelns ist eine schöne Erinnerung zu lächeln und die frohen Momente zu sehen und genießen. Im Interview hat mir der Cartoonist Peter Gaymann von seinem DEMENSCH-Projekt erzählt und wie seine Zeichnungen Menschen mit Demenz und deren Angehörigen guttun.