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Besser kommunizieren, Wie ich helfen kann

Validation und Kommunikation bei Demenz – Mein Fazit zum Vortrag und meine Erfahrungen

Vor einiger Zeit habe ich einen tollen Vortrag zum Thema "Validation - Wie funktioniert einfühlsame Kommunikation mit Menschen mit Demenz?" besucht. Die Alzheimer Gesellschaft München hatte Eva Küpers eingeladen und sie hat sehr unterhaltsam darüber gesprochen, wie Validation funktioniert. Während dem Vortrag habe ich aber auch gemerkt, dass ich vieles davon bereits tue – und zwar nicht nur in der Kommunikation mit meiner Mama, sondern auch mit meinen Kindern. Beides war und ist ein Lernprozess und wie gut, dass ich von Vorträgen und Seminaren immer wieder etwas für meinen Alltag mitnehme. In diesem Blog-Beitrag möchte ich euch in die Welt der Validation entführen und meine Erfahrungen dazu mitgeben. Ihr lest, warum bei der Kommunikation mit Menschen mit Demenz Achtsamkeit und Bestätigung so eine große Rolle spielt, warum ich als Angehörige dabei meine eigene Komfortzone verlassen muss und mich an dem Hier und Jetzt orientieren sollte

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Besser kommunizieren, Expert:innen-Gespräche, Wie ich helfen kann

„Menschen mit Demenz wollen Normalität“ – Humortherapeut Markus Proske im Gespräch

Wenn jemand in der Familie an Alzheimer oder einer anderen Demenz erkrankt, tauchen viele Fragen und Herausforderungen auf. Nach Lachen, Fröhlichkeit und Frohsinn ist da meist niemandem zumute. Das war bei uns nicht anders. Am Anfang war da viel Angst und Sorge. Mit der Zeit hat sich das verändert. Natürlich sind da immer noch Fragen und immer mal wieder Probleme. Aber irgendwie ist Normalität eingezogen. Mein Papa meistert den Pflege-Alltag auch mit Humor. Kleine Scherze und Witze bringen Mama, ihn und uns zum Lachen. "Das ist gut und wichtig", sagt der Demenzberater Markus Proske. Im Interview hat er mir erklärt, warum und wie Humor Menschen mit Demenz – und ihren Angehörigen – im Alltag helfen kann und weshalb es so wichtig ist, Normalität zu leben

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Besser kommunizieren, Was die Kinder fragen

Kinderfragen bei Alzheimer: Warum spricht die Oma nicht?

Meine Kinder wissen schon lange, dass ihre Oma Alzheimer hat. Wenn wir meine Eltern besuchen, erleben sie hautnah, was es bedeutet, mit Demenz zu leben und welche Einschränkungen die Krankheit mit sich bringt. Manches verwundert sie, manches nicht. Ich bin jedes Mal froh, wenn sie fragen, denn das heißt, dass sie ihre Gedanken nicht mit sich alleine ausmachen oder sich gar die Schuld geben, sondern dass ich ihnen Erklärungen bieten kann und wir uns austauschen. Unabhängig voneinander wollten meine Sieben- und meine Elfjährige vor kurzem wissen, warum die Oma nicht spricht. Ja, das habe ich mich auch schon oft gefragt – und auch, wenn ich weiß, dass es ein Teil der Krankheit ist, hoffe ich doch immer noch, dass sich das ändern kann. Wie ich das meinen Töchtern erklärt habe und es mir geholfen hat, nicht nur das Negative, sondern auch die schönen Momente zu sehen – und sie zu nutzen

Kleeblatt
Besser kommunizieren, Gefühle verarbeiten

Demenz verstehen, Demenz fühlen, Glücksmomente schenken

Menschen mit Demenz denken anders. Je weiter die Krankheit voran schreitet, umso häufiger sind sie in ihrer Anders-Welt. Aber auch schon am Anfang der Krankheit ist es für Angehörige häufig nicht einfach zu verstehen, wie es ihren Lieben geht, wie sie denken, wie sie empfinden. Das kann zu Frustration und Hilflosigkeit führen - auf beiden Seiten. Der Mensch mit Demenz fühlt sich unverstanden, der Angehörige auch. Wie kann es mir als Tochter gelingen, die Demenz meiner Mama zu verstehen, ja vielleicht sogar zu fühlen? Wie erkenne ich ihre Bedürfnisse? Was braucht sie von mir, von uns? Ich habe eine Antwort gefunden, in einem wunderbaren Online-Workshop, der ziemlich unverhofft daher kam und für den ich Bianca Thönes, wahnsinnig dankbar bin

Besser kommunizieren

Kommunikation bei Alzheimer: Teil 3 „Mit dem Körper sprechen“

Wenn ich heute mit meiner Mama spreche ist das sehr einseitig, denn aufgrund ihrer Alzheimer-Erkrankung sagt sie fast gar nichts mehr. Es ist meist ihr Gesicht, das spricht. Es sind ihre Hände oder ihr ganzer Körper. Ich merke, dass es immer wichtiger wird, ihre Körpersprache zu verstehen. Umgekehrt ist es allerdings genauso. Meine Mama kann meinen Worten kaum folgen. Wir beschreiten also neue Wege des Kommunizierens. Teil 3 der Kommunikation bei Alzheimer "Mit dem Körper sprechen"

Ja sagen bei Alzheimer
Besser kommunizieren, Wie ich helfen kann

Kommunikation bei Alzheimer: Teil 2 „Immer Ja sagen“

Das klingt komisch, oder? Wer würde schon immer Ja sagen? Ich sicher nicht. Ich bin eher jemand, der sofort „Nein“ oder „Aber“ in die Runde wirft und immer etwas zu kritisieren findet. Warum das Ja und die Bestätigung für Alzheimer-Betroffene aber so wichtig ist und wie man das im Alltag umsetzen kann, erfahrt ihr hier

Kommunikation bei Alzheimer
Besser kommunizieren, Wie ich helfen kann

Kommunikation bei Alzheimer: Teil 1 „Richtig fragen“

Die Kommunikation im Alltag ist oft herausfordernd und bringt mich an meine Grenzen. Seitdem bei meiner Mama die Alzheimer-Krankheit fortschreitet, hat sie andere Bedürfnisse, auch im Bereich der Kommunikation. Im Angehörigen-Seminar habe ich viel darüber erfahren. Rückblickend sehe ich etliche Fehler, die ich gemacht habe und die mir sehr leid tun. Ich ärgere mich, dass ich manches mal blind für ihre Bedürfnisse und nicht gemerkt habe, dass ich viel zu viel und falsch frage. Das Fragen ist gut gemeint, aber es hilft Mama häufig nicht. Hier teile ich meine Erfahrungen zum Thema "Fragen" mit euch.