Besser kommunizieren

Teilhaben am Leben, mit Demenz

Als meine Mama die Diagnose Alzheimer bekam, hatten wir Angst, es wäre alles vorbei. In der neuen Folge des Podcasts "Leben, Lieben, Pflegen" von Desideria Care erzählt unser Gast Heide Hällfritzsch von ähnlichen Gedanken. Sie berichtet davon, wie es ihr nach der Demenzdiagnose ihres Mannes ging, was ihr geholfen hat und wie sie als Paar weiterhin am Leben teilhaben, ganz natürlich und mit viel Offenheit. Mich hat dieses Gespräch sehr beeindruckt.

Vorlesen
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, lass uns Gedichte lesen!

Seitdem ich lesen kann, bin ich ein Bücherfan. Auch meinen Töchtern lese ich gerne vor. Ich habe erst vor kurzem angefangen, meiner Mama vorzulesen – und zwar Märchen, weil ich weiß, dass sie die früher gerne mochte. Es hat eine Weile gedauert, bis ich ihr vorgelesen habe. Und doch war ich skeptisch, ob Märchen so gut geeignet sind. Nun habe ich einen Fortbildung zum Vorlesen bei Menschen mit Demenz gemacht und dabei Gedichte für mich entdeckt und gemerkt, dass ich sie unbedingt mit Mama lesen möchte.

Demenzmoment, Prävention

Immer wieder diese Hoffnungslügen – Hört bitte auf damit!

Vor einiger Zeit bekam ich einen Anruf von jemandem, der mir sagte, er könne meine Mama heilen. Ein paar Tage später bekam ich über Social Media die Einladung zu einem Vortrag darüber, wie man mit einem gewissen Nahrungsmittel, das Risiko an einer Demenz zu erkranken "deutlich minimieren" könne. Mich machen solche Behauptungen wütend. Einzelne Mittel können eine Demenz weder vorbeugen noch heilen. Bitte hört auf, diese Hoffnungslügen zu verbreiten! Ich weiß, wie leichtfertig man daran glaubt. Selbst, wenn das Mittel nicht schadet, so lenkt es doch von anderen, wirksamen Unterstützungsleistungen ab. Mein Beitrag zum Demenzmoment-Thema: Was ist dein Moment der Wut?

Hermien Stellmacher
Buchtipps

Interview mit Hermien Stellmacher

Ich habe euch schon den Roman "Was bleibt, wenn alles verschwindet" vorgestellt. Die Autorin kennt das Thema aus eigener Erfahrung, denn auch ihre Mutter hatte Demenz. Im Interview berichtet Hermien Stellmacher, wie es zu diesem Roman gekommen ist, was sie durch die Erkrankung ihrer Mutter gelernt hat und wie ihr das beim Schreiben des Buches geholfen haben.

Cover_Was bleibt, wenn alles verschwindet
Buchtipps

Buchvorstellung: „Was bleibt, wenn alles verschwindet“

Dieses Mal stelle ich euch keinen Ratgeber vor, sondern einen Roman. "Was bleibt, wenn alles verschwindet" handelt von Susanne und Ruth, die seit mehr als 30 Jahren beste Freundinnen sind. Susanne entwickelt eine Demenz – und das wirbelt Vieles um und bringt Veränderungen mit sich. Denn es kommen auch alte Geheimnisse hoch. Wird die Freundschaft der beiden halten? Ich gebe euch ein paar Einblicke ins Buch und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Tagebuchbloggen

#12von12: Mein März 2022

Diese Woche hatte es in sich. Es gibt momentan so Einiges, das mich sehr beschäftigt und betrübt. Gerade in diesen Zeiten fehlt mir meine Mama als Mama (und da ist es egal, dass ich doch längst erwachsen bin...) Wie gut, dass heute ein ruhiger, sonniger Samstag war, mit einem Spaziergang, der mich auf andere Gedanken gebracht hat. Ich hoffe, ihr hattet einen guten 12. März. Hier ist meiner, mal ganz nah dran.

Papa hilft Mama_Frühling 2022
Besser kommunizieren

Fotografieren bei Demenz? Ja, klar!

Wenn ich bei meiner Mama bin, mache ich jedes Mal ein Selfie von uns. Ich setze mich neben sie und fotografiere uns, ganz bewusst und auch wenn Mama dabei nicht in die Kamera schaut oder ihre Augen gar geschlossen sind. Ich mache Fotos von meinen Eltern und ich fotografiere meine Kinder mit meiner Mama. Denn ich möchte uns festhalten, ich möchte Mama festhalten – und vor allem möchte ich auch zeigen, wie das Leben mit Demenz aussehen kann (jenseits all der Schreckensbilder von sich auflösenden Köpfen und Menschen). Deshalb: Fotografieren bei Demenz? Ja, unbedingt!