Ich erlebe diese anstehenden Feiertage mit sehr gemischten Gefühlen. Ich freue mich, ein paar Tage in Ruhe und mit den Kindern bei Papa zu sein. Und doch bin ich auch traurig. Mir fehlt Mama seit ein paar Wochen sehr. Und ich vermisse Papa, der sich sehr zurückzieht
Kategorie: Selbstfürsorge
Selbstfürsorge für Angehörige
Darf ich lügen?
Ich bin damit aufgewachsen, dass Lügen nicht gut sind. Dass es wichtig ist, aufrichtig und ehrlich zu sein. Aber gerade komme ich immer mal wieder in Situationen mit meinem Vater, in denen ich zur Lüge greife und frage mich: Darf ich das?
Neue Podcastfolge: Was ist unsichtbare Trauer?
Trauer verbinden wir meist mit dem Tod oder Verlust einer Person. Doch Trauer kann sich auch dann zeigen, wenn eine Person noch lebt, wenn wir den Alltag teilen, weil diese Person und die Beziehung mit ihr sich verändert. Angehörige von Menschen mit Demenz erleben diese Art der Trauer, die auch unsichtbare oder unerkannte oder weiße Trauer genannt wird. Was genau dahintersteckt und was hilft, mit dem Gefühl umzugehen, darüber spreche ich mit Anja Schmidt-Ott in der neuen Podcastfolge "Leben. Lieben. Pflegen"
Buchvorstellung: „Durch die Krise begleiten“
Wie gelingt es, auf sich selber gut achtzugeben, wenn man einen Angehörigen pflegt? Wie brennen Menschen, die anderen Menschen in Krisen zur Seite stehen, nicht aus? Was bedeutet es, einem anderen wirklich zu helfen – und welche Rolle spielen dabei die eigenen Grenzen? Darüber habe ich vor kurzem mit Maja Günther im Podcast "Leben. Lieben. Pflegen" gesprochen. Hier stelle ich ihr Buch vor, das sie zusammen mit Andrea Sterr geschrieben hat: "Durch die Krise begleiten". Das Buch ist so besonders, weil es all jene Menschen stärkt, die anderen Menschen helfen, aber selbst alleine bleiben. Das Buch ist ein echter Mutmacher und bietet viele konkrete Übungen und Impulse.
Neue Demenz-Podcastfolge „Leben. Lieben. Pflegen.“: Wie mit Wut umgehen?
Für diese Folge habe ich mit Anja Kälin über ein Thema gesprochen, das mich sehr beschäftigt und über das viel zu selten gesprochen wird, obwohl es doch alle irgendwie betrifft. Auch im Zusammenhang mit einer Demenzerkrankung taucht das Thema Wut auf. Ich wollte wissen, was hinter dem Gefühl steckt und wie es gelingt, besser damit umzugehen. Was mir erst im Gespräch klar geworden ist: Wie wichtig es ist, dass ich als pflegende Angehörige mit diesem Wut-Gefühl umgehen kann und zur Ruhe komme – und so quasi meinen Angehörigen mit Demenz mitnehme.
„Selbstfürsorge ist kein Egoismus“ – Ein Satz, der hängen bleibt
Vergangene Woche war ich unterwegs für zwei Lesungen aus meinem Buch "Meine Eltern werden alt". Für mich sind Lesungen immer besonders, auch wegen der Gespräche im Anschluss. So war es auch bei diesen Lesungen. Und ein Satz, der hängen geblieten ist, lautet: "Selbstfürsorge ist kein Egoismus"
Mein Vorsatz für 2025 (und auch sonst): Das WARUM vergessen und nach vorne schauen
Die Demenzdiagnose bringt viel Grübeln mit sich. In den ersten Wochen danach habe ich mich oft gefragt: Warum? Warum muss mein Papa diese Krankheit bekommen? Und auch: Warum muss ich wieder zur pflegenden Angehörigen werden? Warum ist alles so schwer? Warum kann das Leben nicht mal easy sein? Diese Suche nach dem Warum hat mich mal wütend, meist aber traurig gemacht. Diese Warum-Fragen tun nicht gut – und ich möchte sie hiermit verabschieden. So etwas wie ein Vorsatz fürs neue Jahr, nicht nur wenn es um Demenz geht.
