Rückblick

Mein Jahresrückblick 2020: Mutig neue Wege gehen

Dieses Jahr war ein besonderes. Wegen Corona, aber nicht nur wegen Corona. In den vergangenen Wochen habe ich meinen Jahresrückblick gechrieben. Was als lustige Idee zu einer Blogger-Challenge begann, hat sich als sehr wertvoll für mich erwiesen. Denn ich habe gesehen, dass 2020 mehr war als Corona und auch nicht nur schlecht und anstrengend (so wie ich jetzt manchmal Corona-schwarzsehe). Denn 2020 war auch ein Jahr, in dem ich wahnsinnig mutig war, in dem ich sehr viel Neues gemacht habe und viele schöne Dinge erlebt habe. Das möchte ich gerne mit euch teilen, hier in meinem Jahresrückblog. Viel Spaß beim Lesen und verratet doch mal, wie euer 2020 so war

Entscheidungshelfer_Demenz
Mit Gefühlen umgehen, Wie ich helfen kann

Kleiner Entscheidungshelfer

Zum Leben mit Demenz gehören auch Situationen, in denen Familien immer wieder vor Entscheidungen stehen und für sich eine individuelle Lösung finden müssen. "Wie feiern wir dieses Jahr Weihnachten: zusammen oder lieber nicht?" ist aktuell meine große Frage. Wie kann es gelingen, eine gute Entscheidung zu treffen, und damit meine ich: eine wohlüberlegte Entscheidung? In dieser Corona-Krise fällt mir ziemlich schwer. Denn da sind so viele verschiedene Gefühle. Im Gespräch mit Anja Kälin, Familiencoach und systemische Beraterin für Angehörige von Menschen mit Demenz, bin ich genau dieser Frage nachgegangen. Wie kann man zu einer Entscheidung finden? Indem man die Perspektiven wechselt. Wie das funktioniert, erfahrt ihr hier – und es gibt das Worksheet gratis zum Download.

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"Liebe Mama..."

Liebe Mama, ich möchte Weihnachten so gerne bei dir sein – und zögere doch

Dieses Jahr 2020 ist krass. Für mich eindeutig von Corona dominiert. Und noch immer hält die Pandemie an, mit aktuell wieder großen Einschnitten in das tägliche Leben. Und nun: Weihnachten! Seit Wochen blicke ich mit sehr gemischten Gefühlen auf die Weihnachtsfeiertage und frage mich, wie ich dieses Jahr feiern werde. Werde ich mit meiner Mama feiern können? Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Ich möchte gerne bei ihr sein und mit ihr und meinem Papa und meiner Familie feiern. Die gesetzlichen Vorgaben würden das sogar erlauben. Aber ich habe auch Angst davor. Denn die Bedrohung durch Corona ist sehr real und ich habe Angst, meine Eltern anzustecken. Was tun?

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Corona

Kontakt halten in Corona-Zeiten: Mit Postkarten

(Werbung) Kennt ihr schon die Aktion "1 Million Postkarten gegen Corona?" Leider geht es nicht, eine Million Postkarten zu schreiben und dann verschwindet Corona. Das wäre natürlich toll, aber nun ja... Die Aktion #FürMichFürUns verschenkt eine Million Postkarten (inklusive gratis Versand und mit personalisierbaren Motiven). So kann man ein Stück Verbindung schaffen mit seinen Lieben, auch wenn wir immer immer noch Abstand halten müssen. Ich habe es gestestet, endlich wieder Karten geschrieben – und Lust auf mehr bekommen.

Hände waschen_Corona_Pflege
Corona

Pflegen in Corona-Zeiten

Die zweite Corona-Welle rollt längst, die Zahlen der Neu-Infektionen mit dem Coronavirus steigen rasant. Abstand halten und die Kontakte einschränken – das sind die wichtigsten Prinzipien nun und sie sollten für uns alle selbstverständlich sein. Ich nehme das sehr ernst und halte mich auch daran. Aber in einem Punkt stehe ich vor einem Dilemma – und zwar in der Pflege. Als pflegende Angehörige auf Abstand zu gehen, würde heißen nicht helfen zu können. Wie kann ich meine Mama mit Alzheimer unterstützen? Worauf kann ich achten, um sie nicht zu gefährden? Fragen über Fragen in diesen Corona-Zeiten und der Versuch, eine Lösung zu finden.

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Wie ich helfen kann

„Taschen, Fransen und Bommeln sind wichtig“ – Im Gespräch mit Jessica Prumbaum über Nesteldecken für Menschen mit Demenz

Viele Menschen mit Demenz sind unruhig und die Finger sind immerz zu in Bewegung. Jessica Prumbaum näht seit 6 Jahren Nesteldecken für Menschen mit Demenz. Im Interview erzählt, sie, worauf es dabei ankommt und wie die Decken verwendet werden. Und: Es gibt ein Gewinnspiel. Das ist mein Nikolausgeschenk sozusagen 😉 Ich verlose zwei wunderschöne Nesteldecken von Patchwork Design

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Mit Gefühlen umgehen

Scham und Demenz: 4 Tipps für einen guten Umgang

Scham ist ein schwieriges Thema und eines, über das wir nicht so gern sprechen. Denn, wer sich schämt, der macht sich verletzlich. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen kommen aber immer wieder in Situationen, die beschämen können. Auch ich habe diese Erfahrung gemacht, wie ich im vergangenen Blog-Artikel berichtet habe. Ich habe mich mit diesem Gefühl immer ziemlich alleine gefühlt. Aber an den Reaktionen auf den Beitrag habe ich gemerkt, dass es vielen Angehörigen ähnlich geht. Ich möchte mit euch 4 Tipps teilen, die mir geholfen haben, besser mit der Scham umzugehen. (Diese Tipps kann man auch auf andere Themen anwenden ;-))

Peggy_Schämen
"Liebe Mama...", Mit Gefühlen umgehen

Liebe Mama, manchmal schäme ich mich

Darf ich das überhaupt? Mich wegen der Alzheimer-Erkrankung meiner Mama schämen? Normalerweise kann ich mich gut auf meine Mama einlassen und bin entspannt, aber hin und wieder finde ich mich in Situationen, in denen ich mich schäme. Es sind Momente, die mich fast überfordern und in denen ich mit meinen Gefühlen alleine bin. Warum nur? Schäme ich mich wirklich wegen dir, meine liebe Mama, oder sind es nicht vor allem meine Erwartungen und Vorstellungen, die mich beschämen? Eines habe ich gelernt: Dieses Schamgefühl zu verstecken, macht es meist nicht besser. Was mir hilft, ist zu priorisieren und auf das zu schauen, was wirklich zählt

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Kinderfragen

Kinderfrage zum Nesteln bei Alzheimer: Warum spielt die Oma immer mit ihren Händen?

Mittlerweile hat der Bewegungsdrang meiner Mama deutlich abgenommen. Sie ist ruhiger und läuft nicht mehr so viel umher. Noch vor ein, zwei Jahren war sie manchmal kaum zu bremsen und drehte Runde für Runde um den Esstisch. Mittlerweile setzt sie sich häufig hin und schlummert auch tagsüber immer mal wieder ein. Ihre Hände allerdings sind oft in Bewegung. Wie viele andere Menschen mit Demenz nestelt sie mit ihren Fingern. Ganz typisch ist, dass sie eine Ecke ihres Pullis oder Jäckchens in den Händen hält, sie reibt, knubbelt und dreht. Meine Töchter haben das beobachtet und wollten wissen: Warum spielt die Oma immer mit ihren Händen? Und ich habe ihnen erklärt, was sich hinter dem Nesteln verbirgt und warum die Oma auch ein besonderes Kissen hat