Demenzmoment, Prävention

Immer wieder diese Hoffnungslügen – Hört bitte auf damit!

Vor einiger Zeit bekam ich einen Anruf von jemandem, der mir sagte, er könne meine Mama heilen. Ein paar Tage später bekam ich über Social Media die Einladung zu einem Vortrag darüber, wie man mit einem gewissen Nahrungsmittel, das Risiko an einer Demenz zu erkranken "deutlich minimieren" könne. Mich machen solche Behauptungen wütend. Einzelne Mittel können eine Demenz weder vorbeugen noch heilen. Bitte hört auf, diese Hoffnungslügen zu verbreiten! Ich weiß, wie leichtfertig man daran glaubt. Selbst, wenn das Mittel nicht schadet, so lenkt es doch von anderen, wirksamen Unterstützungsleistungen ab. Mein Beitrag zum Demenzmoment-Thema: Was ist dein Moment der Wut?

Hermien Stellmacher
Buchtipps

Interview mit Hermien Stellmacher

Ich habe euch schon den Roman "Was bleibt, wenn alles verschwindet" vorgestellt. Die Autorin kennt das Thema aus eigener Erfahrung, denn auch ihre Mutter hatte Demenz. Im Interview berichtet Hermien Stellmacher, wie es zu diesem Roman gekommen ist, was sie durch die Erkrankung ihrer Mutter gelernt hat und wie ihr das beim Schreiben des Buches geholfen haben.

Cover_Was bleibt, wenn alles verschwindet
Buchtipps

Buchvorstellung: „Was bleibt, wenn alles verschwindet“

Dieses Mal stelle ich euch keinen Ratgeber vor, sondern einen Roman. "Was bleibt, wenn alles verschwindet" handelt von Susanne und Ruth, die seit mehr als 30 Jahren beste Freundinnen sind. Susanne entwickelt eine Demenz – und das wirbelt Vieles um und bringt Veränderungen mit sich. Denn es kommen auch alte Geheimnisse hoch. Wird die Freundschaft der beiden halten? Ich gebe euch ein paar Einblicke ins Buch und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Tagebuchbloggen

#12von12: Mein März 2022

Diese Woche hatte es in sich. Es gibt momentan so Einiges, das mich sehr beschäftigt und betrübt. Gerade in diesen Zeiten fehlt mir meine Mama als Mama (und da ist es egal, dass ich doch längst erwachsen bin...) Wie gut, dass heute ein ruhiger, sonniger Samstag war, mit einem Spaziergang, der mich auf andere Gedanken gebracht hat. Ich hoffe, ihr hattet einen guten 12. März. Hier ist meiner, mal ganz nah dran.

Papa hilft Mama_Frühling 2022
Kommunikation

Fotografieren bei Demenz? Ja, klar!

Wenn ich bei meiner Mama bin, mache ich jedes Mal ein Selfie von uns. Ich setze mich neben sie und fotografiere uns, ganz bewusst und auch wenn Mama dabei nicht in die Kamera schaut oder ihre Augen gar geschlossen sind. Ich mache Fotos von meinen Eltern und ich fotografiere meine Kinder mit meiner Mama. Denn ich möchte uns festhalten, ich möchte Mama festhalten – und vor allem möchte ich auch zeigen, wie das Leben mit Demenz aussehen kann (jenseits all der Schreckensbilder von sich auflösenden Köpfen und Menschen). Deshalb: Fotografieren bei Demenz? Ja, unbedingt!

Schneeglöckchen
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, wie geht es dir mit dem Krieg?

Vorsicht vor den aktuellen Fernsehnachrichten – so der Rat von Experten für Angehörige von Menschen mit Demenz. Als wir jetzt zu meinen Eltern gefahren sind, habe ich mir doppelt Gedanken gemacht: um meine Kinder und um Mama. Wie würden sie mit dem Ukraine-Krieg umgehen? Aber während ich den Kindern Einiges erklären kann und sie ihre Sorgen aussprechen, kann Mama das nicht. Was uns gerade guttut: Rausgehen, in der Sonne sitzen und Nachrichten möglichst meiden.

Elfchen Freude Demenzmoment
"Liebe Mama...", Demenzmoment

Liebe Mama, was macht dir Freude?

Gibt es Freude im Leben mit Demenz? Früher hätte ich sicher daran gezweifelt, ob das möglich ist. Ich erlebe an meiner Mama und auch an mir und meiner Familie, dass es natürlich Freude mit der Alzheimererkrankung gibt. Manchmal kommt die Freude ganz unverhofft, manches können wir aber auch selber tun, um Freude zu bereiten, zum Beispiel die richtige Musik anstellen.

Buchtipps

Buchvorstellung: „Glücksmomente für Menschen mit Demenz“

Heute möchte ich euch einen Ratgeber vorstellen, in dem es sich um etwas Wunderbares dreht: um das Glück. „Glücksmomente für Menschen mit Demenz“ ist ein Ratgeber für Fachkräfte. Aber auch pflegende Angehörige erfahren in dem Buch viel Hilfreiches für den Alltag und können es sehr gut nutzen. Worum es genau geht, erfahrt ihr in der Buchvorstellung "Glücksmomente für Menschen mit Demenz"

Steffi Helsper
Im Gespräch, Mit Gefühlen umgehen

Wie gelingen Glücksmomente mit Demenz? – Interview mit Stefanie Helsper

Glücksmomente im Alltag zu erleben, das tut jedem Menschen gut. Menschen mit Demenz verlieren jedoch nach und nach die Fähigkeit, es sich selber schön machen zu können. Wie kann es gelingen, dass sie Glücksmomente erleben können? Darüber habe ich mit Stefanie Helsper gesprochen, die das Buch "Glücksmomente für Menschen mit Demenz" geschrieben hat. Wie also können pflegende Angehörige und Pflegekräfte Menschen mit Demenz unterstützen? Indem sie sich auf die Personen einlassen und ein bisschen Pippi Langstrumpf werden, sagt Stefanie Helsper. Warum und weshalb, das erfahrt ihr im Interview.