Trauer verbinden wir meist mit dem Tod oder Verlust einer Person. Doch Trauer kann sich auch dann zeigen, wenn eine Person noch lebt, wenn wir den Alltag teilen, weil diese Person und die Beziehung mit ihr sich verändert. Angehörige von Menschen mit Demenz erleben diese Art der Trauer, die auch unsichtbare oder unerkannte oder weiße Trauer genannt wird. Was genau dahintersteckt und was hilft, mit dem Gefühl umzugehen, darüber spreche ich mit Anja Schmidt-Ott in der neuen Podcastfolge "Leben. Lieben. Pflegen"
Kategorie: Expert:innen-Gespräche
Interviews mit Experten
„Es wäre sinnvoll, Logopädie bei Demenz frühzeitig zu verordnen, nicht erst bei Schluckbeschwerden.“
Logopädie wird häufig verordnet, wenn Menschen mit Demenz Schluckstörungen entwickeln. Aber auch im frühen Stadium kann eine logopädische Therapie sinnvoll und hilfreich sein. Das sagt Logopädin Janka Muising im Interview und erklärt, warum es so wichtig ist, dass Menschen mit Demenz Anregungen zur Kommunikation erhalten, welche Strategien sie als Expertin anwendet und wie ein Buch der vergessenen Wörter helfen kann.
„Mit einer Demenz geht noch viel“ – Interview mit Ruth Wetzel
"Die Diagnose ist ein Schock. Aber auch mit einer Demenz geht noch viel." Das sagt die Altentherapeutin Ruth Wetzel, die darüber ein ganzes Buch geschrieben hat. Im Interview haben wir uns darüber unterhalten, wie Pflegende und Angehörige in die Welt einer Person mit Demenz gelangen können und warum dies so hilfreich im Alltag ist. Ruth sagt: "Wir dürfen uns nicht nur an den Krankheitssymptomen orientieren, sondern brauchen Informationen zu der Biografie." Worauf es ankommt, welche Rolle Biografiebögen und Schatzkisten spielen und warum auch du davon profitierst, erzählt sie im Interview. Plus: Links für Biografiebögen zum Herunterladen.
Wohin mit der Trauer an Weihnachten? – Interview mit Hendrik Lind
Weihnachten steht vor der Tür und ich merke, dass es mich traurig macht: Das erste Weihnachten ohne Mama, das erste mit Papas Diagnose. Einer, der sich mit Trauer gut auskennt, ist Hendrik Lind, Gründer der Plattform Trosthelden. Ich wollte wissen, warum das Trauern an Feiertagen oft besonders intensiv ist und was dann guttun kann. Aktuell gibt es ein neues Projekt: die WeihnachtsHelden.
„Was ist das Besondere an der Trauer bei Demenz?“ – Interview mit Anja Schmidt-Ott
Die vergangenen Wochen waren schwer, weil ich Abschied nehme von Mama. Mir ist auch bewusst geworden, dass dieses Abschiednehmen schon vor vielen Jahren begonnen hat und dass sich die Trauer schon lange eingeschlichen hat. "Unsichtbare Trauer" wird dieses Phänomen auch genannt. Das Thema Trauer trifft viele Angehörige von Menschen mit Demenz, oft unterdrücken wir es.… Weiterlesen „Was ist das Besondere an der Trauer bei Demenz?“ – Interview mit Anja Schmidt-Ott
„Wie können Angehörige besser auf sich achten?“ – Interview mit Jana Toppe
Wer sich um andere Menschen kümmert, ist besonders gefordert. Gerade die Betreuung eines Menschen mit Demenz ist oft auch herausfordernd. Mit der Psychologin Dr. Jana Toppe von der Online-Beratung pflegen-und-leben.de habe ich darüber gesprochen, warum das Kümmern und Pflegen so anstrengend ist, wie man Zeichen der Überforderung erkennt und warum es so wichtig ist, dass Angehörige gut für sich selbst sorgen. Wo finden sie Unterstützung? Wer kann beraten? Und wie kann eine Psychotherapie helfen? – Diese Fragen beantwortet sie. Außerdem verrät Jana einen SOS-Tipp für herausfordernde Situationen. Hier findet ihr das Interview mit Jana Toppe. Und: Hier findet ihr auch den Link zum Insta-Live-Talk mit Jana und mir.
„Wie kann man das Leben mit Vergesslichkeit und Demenz meistern?“ – Interview mit Christina Pletzer und Peter Wißmann
Viele Ratgeber und Bücher wenden sich an Angehörige von Menschen mit Demenz. Sie können hilfreich sein, um Wissen zu erlangen. Nun haben die beiden Experten Peter Wissmann und Christina Pletzer ein neues Buch herausgebracht, das mehr als ein Ratgeber sein möchte. Es ist zugleich ein Arbeitsbuch und lädt ein, die Perspektiven zu hinterfragen. Ihr Buch ist in engem Austausch mit Betroffenen und Angehörigen entstanden und richtet sich an beide. Peters und Christinas Rat lautet: "Seid euch bewusst, dass ihr nur gemeinsam das Leben mit Beeinträchtigungen meistern könnt! Seid bereit, euch auf Augenhöhe zu begegnen und offen über die jeweiligen Ängste, Befürchtungen und Erwartungen aneinander zu sprechen." Im Interview geben sie weitere Einblicke.
