EinJahrCoronaMama
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, wie war dieses Corona-Jahr für dich?

Ein Jahr Corona: allerorten erscheinen Analysen und Berichte über dieses besondere Jahr. Für mich war dieses Corona-Jahr ein Jahr voller Krisen und Herausforderungen, aber auch ein Jahr, in dem ich viel gelernt habe und innerlich gewachsen bin. Ich würde zu gerne wissen, welches Fazit meine Mama ziehen würde über das Corona-Jahr und bin traurig, dass sie mir das nicht erzählen kann. Ich weiß, dass dieses Jahr auch für meine Mama mit Höhen und Tiefen verbunden war, sie hat gelacht und geweint. Aber ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, ob ihre Bilanz eher positiv oder negativ ausfallen würde. Dieser Brief ist der Versuch, eine Antwort zu finden und steckt doch voller Fragen. Aber das ist gut, denn nur durchs Fragen und Hinschauen kann ich letztlich erkennen, wie es ihr geht. Vielleicht sollten wir alle mehr fragen und uns füreinander interessieren.

Mama_du kannst so viel
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, du kannst noch so viel – ich sehe es nur oft nicht

Die Alzheimer-Erkrankung meiner Mama schreitet fort. Wenn Freundinnen oder Bekannte mich fragen, wie es ihr geht, verfalle ich oft in ein tiefes Seufzen und erzähle davon, dass sie in ihrer kleinen Welt lebt und nichts mehr alleine machen kann. Doch als ich neulich viel Zeit mit ihr verbracht habe, habe ich gemerkt, dass das gar nicht stimmt. Denn sie kann noch so viel. Ich sehe es nur oft nicht. Wie kann ich das ändern? Ein Brief an meine Mama, in dem es auch um Teilhabe und Partizipation von Menschen mit Demenz geht und wie wir als Gesellschaft so ticken

Erdbeeren_Mama_Bucket-List
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, das ist unsere Bucket-List. 33 Dinge, die ich mit dir erleben möchte

Träume und Wünsche aufschieben? Das kann ich gut! Und dann stelle ich irgendwann genervt fest: "Mist, ich wollte doch xy machen". So geht mir das leider manchmal mit meiner Mama. Die Alzheimer-Erkrankung schreitet fort und sie spricht kaum mehr. Und ich denke sehr oft: "Mist, warum habe ich nicht früher noch mehr mit ihr gesprochen." und bereue es, manche Fragen nicht gestallt zu haben. Deshalb schreibe ich diese Liste. Es ist eine sehr persönliche Liste an Dingen, die ich mit meiner Mama noch erleben möchte, wohl wissend, dass es nicht die großen Abenteuer sein werden. Aber kleine Abenteuer und gemeinsame Glücksmomente, die können wir immer noch finden. 33 Dinge, die ich mit meiner Mama noch erleben möchte – und warum Erdbeeren darin eine wichtige Rolle spielen

Motto_2021
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, lass uns den Moment leben und nach vorne schauen! – Mein Motto für 2021

Ein neues Jahr, ein neuer Vorsatz? Mmh, das machen viele Menschen. Sie nehmen sich zum Jahresanfang ein Motto vor oder schmieden konkrete Pläne. Ich habe das bislang nie gemacht. "So ein Quatsch", habe ich meist gesagt. Dabei fand ich es eigentlich schon immer ganz cool, wenn man so eine Vision hat und sie mit anderen teilt. Aber ich hatte meist Angst. Angst, dass ich meinem Motto nicht gerecht werde. Angst, dass ich meine Pläne und Erwartungen nicht erfülle. Ich habe mich immer irgendwie treiben lassen und oft auch gescheut, Dinge umzusetzen. Ich habe mich viel zu oft an Dinge aus der Vergangenheit geklammert. Dabei tut es mir sehr gut, wenn ich mich auf das Hier und Jetzt besinne. So merkwürdig es klingen mag: Das habe ich auch dank der Alzheimer-Erkrankung meiner Mama gelernt. Deshalb mein Vorsatz und Plan für dieses Jahr: den Moment leben und vorwärts schauen.

Weihnachten_Engel
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, ich möchte Weihnachten so gerne bei dir sein – und zögere doch

Dieses Jahr 2020 ist krass. Für mich eindeutig von Corona dominiert. Und noch immer hält die Pandemie an, mit aktuell wieder großen Einschnitten in das tägliche Leben. Und nun: Weihnachten! Seit Wochen blicke ich mit sehr gemischten Gefühlen auf die Weihnachtsfeiertage und frage mich, wie ich dieses Jahr feiern werde. Werde ich mit meiner Mama feiern können? Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Ich möchte gerne bei ihr sein und mit ihr und meinem Papa und meiner Familie feiern. Die gesetzlichen Vorgaben würden das sogar erlauben. Aber ich habe auch Angst davor. Denn die Bedrohung durch Corona ist sehr real und ich habe Angst, meine Eltern anzustecken. Was tun?

Peggy_Schämen
"Liebe Mama...", Mit Gefühlen umgehen

Liebe Mama, manchmal schäme ich mich

Darf ich das überhaupt? Mich wegen der Alzheimer-Erkrankung meiner Mama schämen? Normalerweise kann ich mich gut auf meine Mama einlassen und bin entspannt, aber hin und wieder finde ich mich in Situationen, in denen ich mich schäme. Es sind Momente, die mich fast überfordern und in denen ich mit meinen Gefühlen alleine bin. Warum nur? Schäme ich mich wirklich wegen dir, meine liebe Mama, oder sind es nicht vor allem meine Erwartungen und Vorstellungen, die mich beschämen? Eines habe ich gelernt: Dieses Schamgefühl zu verstecken, macht es meist nicht besser. Was mir hilft, ist zu priorisieren und auf das zu schauen, was wirklich zählt

Mama-peggy-Kai
"Liebe Mama..."

Mein lieber Bruder, danke, dass wir ein Team für Mama sind!

Ich schreibe hier viel von mir und meiner Mama. In diesem Blog-Artikel geht es um jemanden, der sich mindestens genauso viel – wenn nicht gar mehr – um meine Mama kümmert: um meinen Bruder. Früher war er für mich einfach mein kleiner Bruder (und ja, auch manchmal ziemlich nervig), aber heute bin ich so dankbar, dass er da ist und dass wir ein Team sind, wenn es darum geht, sich um unsere Mama mit Alzheimer zu kümmern und meinen Papa zu unterstützen.

Schafe
"Liebe Mama..."

Liebe Mama, fast hätte ich das Wichtigste vergessen!

Ich war fast eine Woche bei meinen Eltern und wollte so viel erledigen und helfen. Ich habe nur halb so viel geschafft wie erhofft und wollte mich deshalb schon stressen. Doch dann habe ich gemerkt, dass ich das Wichtigste fast vergessen hätte in all den Aufgaben und To-Dos: Zeit mit meiner Mama zu verbringen. Und das habe ich gemacht (statt Haushalt)

Kommunikation_Demenz_mama_und_ich
"Liebe Mama...", Corona

Liebe Mama, wann können wir uns wiedersehen? – Corona, die Zweite

Seit Tagen steigen die Zahlen der Neuinfektionen rasant, das Robert-Koch-Institut meldet immer wieder Höchststände. Politiker*innen mahnen zu Vorsicht, Umsicht und vor allem dazu, zu Hause zu bleiben. Was in meinem Fall heißt: nicht zu euch fahren. 400 Kilometer trennen uns. Wenn ich mit dem Zug fahre, begegne ich unweigerlich Menschen. Autofahren wäre sicherer, aber auch dann gibt es ja die Möglichkeit, dass ich selber infiziert bin (und es noch nicht weiß) und das Virus zu euch trage. Was tun? Wann können wir uns wiedersehen, liebe Mama? Über mein ganz persönliches Dilemma dieser zweiten Welle, den Versuch, eine Lösung zu finden und was ich für mich und uns tun kann