Meine Töchter machen sich große Sorgen wegen des Coronavirus. Sie sorgen sich weniger um sich, viel mehr um ihre Großeltern – und ganz besonders um ihre Oma mit Alzheimer. Denn meine Mama hat aufgrund ihrer Erkrankung ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19. Und nun gibt es in Deutschland endlich eine Impfung gegen Corona. Gestern wurde mit den ersten Impfungen begonnen. "Wird die Oma jetzt geimpft?", fragte meine Tochter zuversichtlich.
Autor: peggyelf
Weihnachten feiern mit Alzheimer – Mit viel Ruhe
Weihnachten hat für mich eine andere Bewertung bekommen, nachdem meine Mama die Diagnose Alzheimer erhalten hat. Für mich war Weihnachten immer auch einegemeinsame Zeit, in der die ganze Familie zusammenkommt, als quirliges, lautes und lustiges Zusammensein. Doch in diesem Jahr wird es ruhig, sehr ruhig. Im Alltag meiner Mama ist es schon lange ruhig geworden. Sie nimmt sich immer häufiger ihre Pausen und ist dann in ihrer Welt. Ich hing immer noch an meinem Wunsch nach einer gesunden Mama und bin oft traurig über die Demenz. In diesem besonderen Jahr, in dem Corona mein Leben dominiert hat, habe ich ein wenig mehr gelernt anzunehmen. Dinge, die ich nicht ändern kann. Wie Corona. Wie Alzheimer. Ich freue mich, bei ihr zu sein, ohne Erwartungen, ohne Hoffnungen. In Ruhe und Nähe. Denn ich merke, dass diese beiden Dinge ihr gut tun, an Weihnachten und auch sonst
Mein Jahresrückblick 2020: Mutig neue Wege gehen
Dieses Jahr war ein besonderes. Wegen Corona, aber nicht nur wegen Corona. In den vergangenen Wochen habe ich meinen Jahresrückblick gechrieben. Was als lustige Idee zu einer Blogger-Challenge begann, hat sich als sehr wertvoll für mich erwiesen. Denn ich habe gesehen, dass 2020 mehr war als Corona und auch nicht nur schlecht und anstrengend (so wie ich jetzt manchmal Corona-schwarzsehe). Denn 2020 war auch ein Jahr, in dem ich wahnsinnig mutig war, in dem ich sehr viel Neues gemacht habe und viele schöne Dinge erlebt habe. Das möchte ich gerne mit euch teilen, hier in meinem Jahresrückblog. Viel Spaß beim Lesen und verratet doch mal, wie euer 2020 so war
Kleiner Entscheidungshelfer
Zum Leben mit Demenz gehören auch Situationen, in denen Familien immer wieder vor Entscheidungen stehen und für sich eine individuelle Lösung finden müssen. "Wie feiern wir dieses Jahr Weihnachten: zusammen oder lieber nicht?" ist aktuell meine große Frage. Wie kann es gelingen, eine gute Entscheidung zu treffen, und damit meine ich: eine wohlüberlegte Entscheidung? In dieser Corona-Krise fällt mir ziemlich schwer. Denn da sind so viele verschiedene Gefühle. Im Gespräch mit Anja Kälin, Familiencoach und systemische Beraterin für Angehörige von Menschen mit Demenz, bin ich genau dieser Frage nachgegangen. Wie kann man zu einer Entscheidung finden? Indem man die Perspektiven wechselt. Wie das funktioniert, erfahrt ihr hier – und es gibt das Worksheet gratis zum Download.
Liebe Mama, ich möchte Weihnachten so gerne bei dir sein – und zögere doch
Dieses Jahr 2020 ist krass. Für mich eindeutig von Corona dominiert. Und noch immer hält die Pandemie an, mit aktuell wieder großen Einschnitten in das tägliche Leben. Und nun: Weihnachten! Seit Wochen blicke ich mit sehr gemischten Gefühlen auf die Weihnachtsfeiertage und frage mich, wie ich dieses Jahr feiern werde. Werde ich mit meiner Mama feiern können? Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Ich möchte gerne bei ihr sein und mit ihr und meinem Papa und meiner Familie feiern. Die gesetzlichen Vorgaben würden das sogar erlauben. Aber ich habe auch Angst davor. Denn die Bedrohung durch Corona ist sehr real und ich habe Angst, meine Eltern anzustecken. Was tun?
Kontakt halten in Corona-Zeiten: Mit Postkarten
(Werbung) Kennt ihr schon die Aktion "1 Million Postkarten gegen Corona?" Leider geht es nicht, eine Million Postkarten zu schreiben und dann verschwindet Corona. Das wäre natürlich toll, aber nun ja... Die Aktion #FürMichFürUns verschenkt eine Million Postkarten (inklusive gratis Versand und mit personalisierbaren Motiven). So kann man ein Stück Verbindung schaffen mit seinen Lieben, auch wenn wir immer immer noch Abstand halten müssen. Ich habe es gestestet, endlich wieder Karten geschrieben – und Lust auf mehr bekommen.
Pflegen in Corona-Zeiten
Die zweite Corona-Welle rollt längst, die Zahlen der Neu-Infektionen mit dem Coronavirus steigen rasant. Abstand halten und die Kontakte einschränken – das sind die wichtigsten Prinzipien nun und sie sollten für uns alle selbstverständlich sein. Ich nehme das sehr ernst und halte mich auch daran. Aber in einem Punkt stehe ich vor einem Dilemma – und zwar in der Pflege. Als pflegende Angehörige auf Abstand zu gehen, würde heißen nicht helfen zu können. Wie kann ich meine Mama mit Alzheimer unterstützen? Worauf kann ich achten, um sie nicht zu gefährden? Fragen über Fragen in diesen Corona-Zeiten und der Versuch, eine Lösung zu finden.
