Corona-Alltag Entlastung
Wie ich helfen kann

Immer noch im Corona-Alltag: Auf der Suche nach Entlastung

Während des Lockdowns dachte ich, dass danach "alles wieder normal" wäre. Wenn man sich so umschaut, wirkt es auch fast so: Restaurants, Freibäder und Kindergärten sind wieder geöffnet. Aber eben nur fast: Da ist der Mund-Nasen-Schutz, ohne den kein Einkaufen möglich ist. Da sind Beschränkungen in der Schule – und auch in Mamas Tagespflege. Bei einem leichten Husten hieß es sofort: Besuchsverbot für 14 Tage. Das ist richtig und gut so, aber brachte meinen Papa doch irgendwie an seine Grenze. Und es zeigt: Ein Zurück zu Normal ist nicht in Sicht. Vor allem Eltern und pflegende Angehörige sind betroffen. Wie können wir in dem neuen Alltag klarkommen? Auf der Suche nach Lösungen

Mit Alzheimer Feste feiern
Wie ich helfen kann

Mit Alzheimer: Gemeinsam Feste feiern

Was für eine Herausforderung: eine Familienfeier! Der 80. Geburtstag meines Papas stand an. "Wie soll das mit Mama klappen?", diese Frage stellte sich nicht nur mein Papa, auch ich hatte Zweifel. Aufgrund ihrer Alzheimer-Erkrankung braucht sie viel Unterstützung und Pflege im Alltag – und auch Ruhe. Aber nicht feiern schien irgendwie keine Option. Schon Anfang des Jahres war Papas Jubiläum Thema. Doch dann kam Corona. Und hatte tatsächlich einen netten Nebeneffekt, von dem vor allem meine Mama profitiert hat.

Peggy Elfmann Geburtstag Kerze Alzheimer und wir
Allgemein, Wie ich helfen kann

Happy Birthday, Alzheimer und wir!

Kaum zu glauben, aber mein Blog-Baby feiert Geburtstag! Heute vor einem Jahr habe ich den ersten Artikel auf "Alzheimer und wir" veröffentlicht. Und wie passend zum Geburtstag ging es auch um das Schenken. In diesem Jahr ist wahnsinnig viel passiert, nicht nur in meinem Leben, vor allem mit meinem Blog. Ich lade euch ein auf eine kleine Rückschau und habe neue Informationen zur Preisverleihung des Grimme Online Awards. Wer noch nicht abgestimmt hat, der sollte sich sputen. Die Teilnahme am Publikumsvoting ist nur noch heute möglich. Die Preise werden am 25.6. vergeben - und ihr könnt beim Stream live dabei sein. Den Link findet ihr unten

Peggy-Interviews
Wie ich helfen kann

Wie sprechen wir über Menschen mit Demenz?

Im Vorfeld des Grimme Online Awards habe ich ein paar Interviews gegeben. Es ging um meinen Blog "Alzheimer und wir", warum ich ihn schreibe und was ich mir wünsche. Und ich merkte, dass ich fast nur noch „Menschen mit Demenz" sage statt "Betroffene" oder "Patienten" oder "Demente", wie ich es früher auch getan habe. Warum? Weil ich glaube, dass es einen Unterschied macht, wie wir über Demenz und Alzheimer sprechen und welche Begriffe wir dafür wählen, auch wenn diejenigen, über die wir da sprechen, das vielleicht gar nicht mehr mitbekommen. Ich habe mich mal bei anderen umgehört – und bin gespannt, wie ihr das seht

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Kommunikation, Was die Kinder fragen

Kinderfragen bei Alzheimer: Warum spricht die Oma nicht?

Meine Kinder wissen schon lange, dass ihre Oma Alzheimer hat. Wenn wir meine Eltern besuchen, erleben sie hautnah, was es bedeutet, mit Demenz zu leben und welche Einschränkungen die Krankheit mit sich bringt. Manches verwundert sie, manches nicht. Ich bin jedes Mal froh, wenn sie fragen, denn das heißt, dass sie ihre Gedanken nicht mit sich alleine ausmachen oder sich gar die Schuld geben, sondern dass ich ihnen Erklärungen bieten kann und wir uns austauschen. Unabhängig voneinander wollten meine Sieben- und meine Elfjährige vor kurzem wissen, warum die Oma nicht spricht. Ja, das habe ich mich auch schon oft gefragt – und auch, wenn ich weiß, dass es ein Teil der Krankheit ist, hoffe ich doch immer noch, dass sich das ändern kann. Wie ich das meinen Töchtern erklärt habe und es mir geholfen hat, nicht nur das Negative, sondern auch die schönen Momente zu sehen – und sie zu nutzen

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Wie ich helfen kann

Alzheimer und Corona: Ohne echte Nähe geht es nicht. Aber auch nur mit Vorsichtsmaßnahmen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus gehen zurück. Dazu kommen immer mehr Lockerungen: Viele Kinder gehen wieder in die Schule und den Kindergarten, Friseure und Geschäfte sind offen, Restaurants und Cafés ebenfalls. Was heißt das? Schon lange grübele ich über die Frage, wann ich wieder zu meinen Eltern fahren und Mama sehen kann. Wann kann ich meinem Papa helfen, der in den vergangenen Wochen die Pflege und Betreuung von Mama alleine gemeistert hat? Theoretisch möglich ist es ja, aber ist es auch gut? Oder gefährde ich meine Eltern damit? Das Virus ist ja immer noch da und eine Ansteckung möglich. Und ich weiß, dass meine Mama zu der Risikogruppe gehört. Aber ganz ehrlich: Kontakthalten mit und einem Menschen mit fortgeschrittener Demenz aus der Ferne nahe sein zu können, das ist eine Illusion. Ich weiß, dass Mama Nähe braucht, und zwar echte Nähe. Und mein Papa auch. Wie all die anderen pflegenden Angehörigen trägt er die Last alleine – und das funktioniert nicht auf Dauer. Über unseren zaghaften Weg und warum es so wichtig ist, sich an bestimmte Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen zu halten.

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Wie ich helfen kann

Sich informieren und austauschen – eine Gemeinschaft für Menschen mit Demenz werden

Die Diagnose Alzheimer verändert so unglaublich viel im Leben des Betroffenen, aber auch im Leben seiner Kinder, Enkel, Geschwister, Freunde, Nachbarn... Es ist ein Alzheimer und wir, deshalb habe ich meinem Blog ja auch diesen Namen gegeben. Ideal wäre es, wenn sich alle im Umfeld des Betroffenen informieren und mit dem Thema Demenz beschäftigen. Für die nächsten Angehörigen ist das natürlich am wichtigsten, denn sie sind diejenigen, die im Alltag betreuen und pflegen. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen profitieren aber auch, wenn andere – der Nachbar, die Freunde vom Tennisclub oder die ehemalige Kollegin – sich informieren und offen sind für das Thema Demenz. Es ist eine schreckliche Diagnose, aber das Leben mit Alzheimer muss nicht schrecklich sein. Es ist bunt und wunderschöne Momente sind auch mit Demenz möglich. Betroffenen tut es gut, wenn sie auf Verständnis treffen – in allen Bereichen des Lebens – und sich Menschen informieren und austauschen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich mit Alzheimer auseinanderzusetzen und zu lernen. Und wenn ich von lernen spreche, dann meine ich nicht Fakten lernen, sondern die Demenz verstehen und fühlen lernen. Ich stelle euch drei Dinge vor, die mir geholfen haben, vom Angehörigen-Seminar über das Demenz-Balance-Modell bis zum Demenz-Partner Webinar. Ich hoffe, ich kann euch eine Anregung bieten und freue mich über euer Feedback und eure Erfahrungen

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Corona, Wie ich helfen kann

Gut durch den Pflege-Alltag kommen in Zeiten von Corona: Mit Spazierengehen

In Zeiten von Corona ist es für Angehörige von Menschen mit Alzheimer oft besonders anstrengend. Viele Pflegeheime haben Kontaktbeschränkungen, Besuche sind nicht oder eingeschränkt möglich. Tagespflege-Einrichtungen sind geschlossen. Menschen wie meine Mama, die sonst die Tagespflege besuchen, können dies aktuell nicht tun. Damit bricht der gewohnte Tagesablauf zusammen – und den pflegenden Angehörigen fehlt Entlastung. "Zum Glück können wir jeden Tag in den Garten oder spazieren gehen", sagt mein Papa. Meine Mama profitiert davon sogar doppelt, nein eigentlich dreifach. Und ich kann mir davon einiges abschauen: Denn auch ich komme so mit den Kindern besser durch den Corona-Alltag

Kleeblatt
Wie ich helfen kann

Demenz verstehen, Demenz fühlen, Glücksmomente schenken

Menschen mit Demenz denken anders. Je weiter die Krankheit voran schreitet, umso häufiger sind sie in ihrer Anders-Welt. Aber auch schon am Anfang der Krankheit ist es für Angehörige häufig nicht einfach zu verstehen, wie es ihren Lieben geht, wie sie denken, wie sie empfinden. Das kann zu Frustration und Hilflosigkeit führen - auf beiden Seiten. Der Mensch mit Demenz fühlt sich unverstanden, der Angehörige auch. Wie kann es mir als Tochter gelingen, die Demenz meiner Mama zu verstehen, ja vielleicht sogar zu fühlen? Wie erkenne ich ihre Bedürfnisse? Was braucht sie von mir, von uns? Ich habe eine Antwort gefunden, in einem wunderbaren Online-Workshop, der ziemlich unverhofft daher kam und für den ich Bianca Thönes, wahnsinnig dankbar bin