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Vom Versuch, das neue Jahr zu planen – 5 Dinge, die ich 2021 umsetzen möchte

„Den Moment leben und nach vorne schauen“ – das habe ich über mein Motto für 2021 geschrieben. Dabei geht es mir allem um das tiefe innere Gefühl. Aber ich möchte in 2021 auch ganz konkret bestimmte Dinge umsetzen. Hier kommt meine Liste mit fünf Dingen, die ich in diesem Jahr angehen möchte

Corona hin oder her, dieses Jahr 2021 wird eines mit großen Herausforderungen, da mache ich mir keine Illusionen. Mein Motto für 2021 ist „den Moment leben und nach vorne schauen“ ist mir deshalb vielleicht besonders wichtig. Für mich. Für meine Kinder, aber auch für meine Mama mit Alzheimer und mein gesamtes Umfeld.

„Warum machst du das überhaupt?“ werde ich manchmal gefragt. Ja, warum blogge ich über Alzheimer, warum ich berichte ich von unseren Erfahrungen, was ist mein Ziel? Mein großer Wunsch und mein Ziel ist es: anderen zu helfen. Und das tue ich durch das, was ich nun mal am besten kann: durch das Schreiben. Durch ehrliches und authentisches Schreiben. Es sind zum einen meine persönlichen Erfahrungen, dazu kommen Experten-Meinungen und aktuelle Studien. Darum soll es auch in diesem Jahr 2021 gehen – und das habe ich mir vorgenommen:

1. Meine Erfahrungen und Tipps als Buch

Mein Blog ist reich an Berichten von mir und meiner Familie über unsere Art mit der Alzheimer-Erkrankung meiner Mama umzugehen. Ich nehme meine LeserInnen mit auf unserem Weg, lasse sie teilhaben an meinen Ängsten, Sorgen und Hoffnungen und öffne mich in meinen Briefen an meine Mama – und gebe weiter, womit wir gute Erfahrungen gemacht haben. Ich wünsche mir, noch mehr Menschen zu helfen.

Ich bin keine Ärztin und keine Wissenschaftlerin, aber ich bin eine Tochter, die mit offenen Augen und großem Herzen für ihre Mutter mit Demenz da sein möchte. Dabei mache ich Fehler, das gehört dazu. Dabei fühle ich mich allein, das gehört dazu. Dabei habe ich gelernt, das ist ein Weg. Das Leben mit Demenz. Aber wenn man sich darauf einlässt und sich öffnet, dann kann man auch mit Demenz noch viele schöne Momente erleben. Ich bin davon überzeugt, dass Angehörige von anderen Angehörigen am besten lernen – und dass es bereichernd ist, für Menschen mit Demenz und ihre Familien, wenn wir als Angehörige uns öffnen. Deshalb möchte ich meine Geschichten und meine Erfahrungen als Buch zusammenfassen.

2. Mit anderen Angehörigen über Alzheimer sprechen

Ich möchte nicht nur mehr schreiben, sondern auch mehr sprechen. Im vergangenen Jahr habe ich das aufgrund meines Goldenen-Blogger-Preises und der Nominierung für den Grimme Online Award vor allem in Medien getan. Ich habe Interviews gegeben, etwa dem Deutschlandfunk Kultur, RTL und dem Bayerischen Rundfunk.

In diesem Jahr möchte ich direkt für andere Angehörige sprechen. Mein erster Vortrag wird Mitte März ein Webinar für das Seniorenbüro und den Pflegestützpunkt der Stadt Karlsruhe. Ich freue mich wahnsinnig darauf und hoffe, dass noch mehr und (Live-)Veranstaltungen dazukommen. (Anfragen gerne an peggy@alzheimerundwir.com )

2021 wird es hoffentlich wieder DemenzMeets geben – und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass diese einzigartigen Treffen auch in Deutschland stattfinden.

3. Mehr Live-Interviews führen

Corona sei dank findet unser Leben ganz schön viel digital statt. Was für eine tolle Möglichkeit, sich zu vernetzen, auszutauschen und voneinander zu lernen. Deshalb möchte ich 2021 mehr Live-Interviews auf Instagram mit Experten und anderen Angehörigen führen. Der große Vorteil: Nicht nur ich habe dabei die Gelegenheit, meine Fragen zu stellen, sondern jegliche Zuschauer können aktiv mitmachen und Antworten bekommen.

Beim Live-Talk mit Petra Wieschalla

Folgende Themen habe ich im Blick:
– wie mit der Diagnose umgehen?
– Besser kommunizieren mit Menschen mit Demenz?
– Zu Hause wohnen: geht das noch? Wie finden wir Lösungen?

Wenn euch bestimmte Themen interessieren oder ihr Gast sein wollt, meldet euch bei mir 🙂

4. Mehr Podcasten: Von Angehörigen für Angehörige

Mehr Sprechen über Demenz – dabei spielt natürlich auch der Podcast „Leben, Lieben, Pflegen – Der Podcast zu Demenz und Familie“ eine große Rolle. Zusammen mit Anja Kälin und Isabel Hartmann von Desideria Care mache ich diesen Podcast. Wir sprechen dabei vor allem als Angehörige und erzählen von unseren Erfahrungen. Für 2021 möchten wir auch andere Angehörige mit in die Shows bringen und sie erzählen lassen, von ihren Herausforderungen und davon, was ihnen Mut macht.

Postkarte_Podcast

5. Mehr Balance im Alltag

Ich habe so wahnsinnig viele Ideen und Ziele und arbeite sehr gerne. Aber gerade in dieser Corona-Krise ist mir klar geworden, wie wichtig es ist, dass ich auf mich achte und meine Balance im Alltag nicht verliere. Ich brauche sie vor allem für mich. Denn nur, wenn es mir gut geht, kann es allen anderen um mich herum gut gehen.

Ich habe viele liebe Begleiter an meiner Seite, aber der wichtigste Mensch, um auf mich aufzupassen, bin und bleibe ich. Diese Erkenntnis kommt irgendwie auch mit der Erkrankung meiner Mama. Ich kann nicht nur anderen Menschen Mut machen, sondern auch mir. Ich kann nur anderen geben, wenn ich mich dabei nicht vergesse. Selbstbewusst nach vorne schauen und den Weg nach meinem Tempo zu gehen, ja, klingt das wie ein Ziel? Vielleicht ist es mein wichtigstes überhaupt.

Was möchtet ihr 2021 ändern? Habt ihr konkrete Pläne?

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