Rückblick

Mein Jahresrückblick 2020: Mutig neue Wege gehen

Dieses Jahr war ein besonderes. Wegen Corona, aber nicht nur wegen Corona. In den vergangenen Wochen habe ich meinen Jahresrückblick gechrieben. Was als lustige Idee zu einer Blogger-Challenge begann, hat sich als sehr wertvoll für mich erwiesen. Denn ich habe gesehen, dass 2020 mehr war als Corona und auch nicht nur schlecht und anstrengend (so wie ich jetzt manchmal Corona-schwarzsehe). Denn 2020 war auch ein Jahr, in dem ich wahnsinnig mutig war, in dem ich sehr viel Neues gemacht habe und viele schöne Dinge erlebt habe. Das möchte ich gerne mit euch teilen, hier in meinem Jahresrückblog. Viel Spaß beim Lesen und verratet doch mal, wie euer 2020 so war

In dieses Jahr 2020 bin ich in der Hoffnung gestartet, dass es vor allem besser werden soll als 2019. Nun ja, der Anfang war gut, doch dann kam Corona. Corona hat so viel dominiert, mich oft ziemlich fertig gemacht. Aber dieses 2020 war viel mehr als Corona. Es war wild, mit Höhen und Tiefen, und letztlich hat es mir gezeigt, wie mutig ich bin, wenn ich von etwas überzeugt bin.

Mein Blog startet durch – und ich bekomme einen Preis

Als ich angefangen habe zu bloggen, hatte ich den großen Wunsch, meine Gedanken aufzuschreiben und vielleicht anderen Angehörigen von Menschen mit Demenz zu helfen. Bei all den Texten und Informationen, die ich im Internet fand, fehlten mir die emotionalen, die ehrlichen Berichte. Sie versteckten sich vereinzelt in Foren und als einzelne Erfahrungsberichte. Aber ich wollte gerne wissen, wie es anderen geht.

Ich hatte mich mit meinen Gefühlen und Gedanken um die Alzheimer-Erkrankung immer so alleine gefühlt, war ich das auch wirklich? Ich meine 1,6 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Demenz und sie haben Familie, Freunde, Bekannte. Ich dachte, dass mich keiner versteht. Das änderte sich erst, als ich begann, darüber zu schreiben und sprechen.“

Mama und ich
Mama und ich, zwei Tage vor der Preisverleihung zum Goldenen Blogger

Nein, mein Blog zeigte mir, dass ich es nicht bin. Dass da auch viele andere sind. Als ich für den Goldenen Blogger nominiert wurde, konnte ich es kaum glauben. Mit so einem Thema wie Alzheimer für einen Blogger-Preis nominiert zu sein, schien mir verrückt – aber ich war auch sehr glücklich darüber. Und ich verstand es als Chance, das Thema noch weiter in die Öffentlichkeit zu bringen. Bei meinen Recherchen und Gesprächen erlebe ich viel Scham, die Nominierung sah ich als Chance Demenz zu mehr Öffentlichkeit und hoffentlich auch Normalität zu verhelfen. Und so begleitete mich ein RTL-Team am Tag vor und während der Preisverleihung. Zwei Freundinnen waren an meiner Seite. Sie fieberten mit mir und feierten danach mit mir. Was für ein berauschender Abend!

Was mich enorm freute, dass zu Hause vor den Laptops und Computern liebe FreundInnen und KollegInnen diese besondere Veranstaltung begleiteten. Und meine Töchter, die daheim geblieben waren, aber dennoch mindestens so begeistert und aufgeregt das Event verfolgten. Meine Große schickte mir kurz vorher noch ein Foto von einem Cent und danach eine Nachricht mit etwa einer Million Ausrufezeichen und dem Satz „Du hast gewonnen“

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Einfach nur happy: Ich habe den Goldenen Blogger in der Kategorie Themenblog gewonnen

Auch in 2021 wird der Goldener Blogger verliehen – und ich gehöre dann zur Academy, die über einen Teil der Preise entscheiden darf. ich freue mich darauf. Mehr Infos gibt es hier.

Corona: Angst, Sorge und Stress

Ich war noch nicht mal aus Berlin wieder losgefahren, da erreichte mich die Nachricht, dass in der Schule meiner mittleren Tochter ein Corona-Fall aufgetreten ist und sie nach Hause geschickt wurde und nun in Quarantäne sollte. Stunden zuvor hatte ich in einem großen Saal (mit maximal 998 Menschen) gesessen, gelacht, getanzt, gesungen – und Corona schien sehr fern. Plötzlich war es da – und fast schlagartig auch die Angst und Panik. Mein Kind wirkte gesund, aber ich sorgte mich dennoch. Ich hatte Angst, dass die anderen sich angesteckt hatten, während ich unterwegs gewesen war. Ich hatte auch Angst, dass ich mich in Berlin vielleicht angsteckt hatte.

Ein paar Tage später kam die Schulschließung für alle – und dann der Lockdown. Ich traute mich nur schnell mal zum Einkaufen nach draußen, aber sonst war ich viel drinnen. Ich checkte jeden Tag mehrmals die aktuellen Zahlen vom Robert-Koch-Institut. Richtig schlimm ging es mir, wenn ich in Twitter versank. Während draußen vor der Wohnung die Zeit still stand, weil alles so ruhig war, bekam ich immer mehr Angst. „Lies nur noch einmal am Tag Nachrichten“, sagte meine beste Freundin zu mir. Das war definitiv einer der besten Ratschläge, die ich während der Krise bekommen habe. Noch besser tat es mir, auf meine Kinder zu hören. Sie malten Regenbogen und hängten die Bilder ins Fenster. „Alles wird gut“ ist das Mantra meiner besten Freundin. Das jetzt tagtäglich zu lesen, tat mir gut.

Lockdown im März. Meine Kinder im Regenbogenfieber

Der Verlag, bei dem ich arbeite, ging nicht in Kurzarbeit. Das war gut, denn so musste ich mir keine Sorgen um mein Gehalt machen. Einerseits. Andererseits musste ich jetzt irgendwie arbeiten und gleichzeitig zwei Kinder unterschiedlichen Alters bei ihren Schulaufgaben begleiten und ein Kindergartenkind bei Laune halten. Puh… Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das geschafft habe. Naja, ich weiß es, mit Frühschichten, Spätschichten und sehr viel Arbeit an einzelnen Tagen und weniger Arbeit an anderen Tagen – und insgesamt extrem wenig Schlaf.

Karte an Oma und Opa
Meine mittlere Tochter hat eine Karte für Oma und Opa gebastelt

In dieser Corona-Krise habe ich mir auch sehr viele Sorgen um meine Mama gemacht. Ich fragte mich, wann ich sie wieder sehen würde und wie wir Kontakt halten könnten. Mit meinem Papa telefonierte ich nun häufiger, aber Mama spricht kaum mehr. Telefonieren konnte ich nicht. Und meine Versuche, mit meinen Eltern per Whatsapp zu videotelefonieren, funktionierten nicht. Mehr und mehr merkte ich, wie meinen Papa diese Corona-Krise stresst. Pflegen ist keine Aufgabe, die einer alleine machen kann, zumindest nicht auf Dauer. Das war meine Lehre aus diesem ersten Lockdown: Meine Eltern brauchen ein dringend ein Netzwerk an Helfern und zusammen mit meinem Bruder wollten wir alles mögliche tun, um sie dabei zu unterstützen.

Peggy Corona Helfen

Endlich wieder rausgehen – Die Natur genießen

Ich bin sehr gerne draußen. Ich gehe auch gerne laufen oder wandern und fahre gerne Rad – und all das auch bei nicht perfektem Wetter. Plötzlich nur noch in der Wohnung (zumal auch noch in einer kleinen Wohnung) zu sein, hat mich angestrengt. Manchmal war die Stimmung sehr gereizt, denn auch meine Kinder machten sich Gedanken und ihr Alltag war eingeschränkt. Sie vermissten ihre Freunde, ihre Schule, ihr Sozialleben. Statt Schule, Chor, Leichtathletik, Reiten, Schwimmen waren sie nun zu Hause. Ich habe mit ihnen viel gebacken, wir haben gemalt und gebastelt, aber all das ersetzt keine Freunde.

Corona-Kekse
Während dem Lockdown habe ich viel mit meinen Kindern gebacken.
Diese tollen Corona-Kekse hat meine Große gemacht

Deshalb begann wir irgendwann mit der Ritual, einmal am Tag rauszugehen. Ich erinnere mich, dass das zu Beginn sehr zögerlich war. Eines schönen Nachmittags waren wir im Park und ich hätte mich gerne mit den Kindern auf den dortigen Hügel gesetzt, wie das einige andere schon (natürlich immer mit viel Abstand) getan hatten. Doch da fuhr tatsächlich die Polizei durch den Park. Die Beamten stiegen aus und wiesen die Menschen darauf hin, dass es nicht erlaubt sei, sich draußen hinzusetzen.

Doch bald wurden wir entspannter und genossen die Zeit in der Natur. Ich war mit den Kindern häufig am See, wir erkundeten andere Spielplätze – und wir entdeckten neue Hobbys im Freien: meine große Tochter und ich spielten häufig Tischtennis und sie wurde richtig gut darin. Wir machten kleine Radtouren. Ich genoss es, wenn ich beim Joggen an den blühenden Bäumen und Blumen vorbei kam. Meinen Eltern ging es ähnlich. Auch sie retteten sich durch die Corona-Zeit mit viel in der Natur sein und Spazierengehen.

Was für eine Erleichterung für uns alle, als die Schule zaghaft startete und meine Kinder auch wieder Hobbys nachgehen konnten. In diesem Jahr war ich viel auf dem Reiterhof meiner Tochter. Es war für sie eine Ablenkung von diesen Corona-Beschränkungen – und auch für mich war es jedes Mal schön sie dorthin zu begleiten.

Nach vielen Reitstunden habe ich im Herbst erlebt, dass auch meine Kleine in diesem Jahr ein kleines Pferdemädchen geworden ist. Als wir im Oktober mit mehreren Achtjährigen dort waren, traute sich keines der Mädchen, der großen Stute „Sonne“ die Hufe auszukratzen. Die Vierjährige meldete sich währenddessen unerschrocken und war stolz, als sie (mit Unterstützung der Reitlehrerin) die Hufe auskratzen und später auf dem Pferd sitzen durfte.

Pferd_Reiterhof
Hallo Bo! Das Lieblingspony meiner Tochter

Den 80. Geburtstag feiern – Geht das?

Im Sommer stand Papas 80. Geburtstag an – und schon lange Zeit vorher beschäftigte mein Papa sich damit, wie er feiern würde. Für ihn stand nie zur Debatte, nicht zu feiern. Ich war extrem skeptisch und versuchte ihn zu vertrösten. Ich wusste nur nicht auf wann. Dieser Geburtstag war meinem Papa sehr wichtig, das merkte ich schnell. Er wollte seine Familie um sich haben – und zum Glück konnten wir im engen Familienkreis ein Fest gestalten.

Papa_80_Geburtstag
Happy 80, Papa!

Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben ein 20-Minuten-Video gemacht. Wir hatten Freunde, ehemalige Kollegen und Weggefährten, Schüler und die Familienmitglieder gebeten, ein paar Sekunden mit einer Geburtstags-Botschaft zu schicken. Es wurde ein Video, das ihn – und uns alle – zu Tränen gerührt hat.

In Familie konnten wir also feiern, und auch sonst war ich in diesem Jahr sehr viel bei meinen Eltern. Ich möchte Zeit mit meiner Mama verbringen und ich möchte meinen Papa unterstützen. Dafür habe ich viele Zugfahrten auf mich genommen, bin oft freitags zu ihnen gefahren, natürlich mit Maske und größter Vorsicht. Aber diese Nähe wollte ich meiner Mama jetzt geben, und nicht noch länger darauf verzichten.

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Ohne echte Nähe geht es nicht

Aufregung um den Grimme Preis

In all den Corona-Beschränkungen erhielt ich fantastische News: Mein kleiner Blog wurde für den Grimme Online Award nominiert. Ich konnte es gar nicht glauben. Was für ein Erfolg und was für eine Ehre. Ich habe einige Interviews gegeben in dieser Zeit und sehr viel über meine Alzheimer-Erfahrungen gesprochen, etwa für Deutschlandfunk Kultur, aber auch für den Bayerischen Rundfunk und den Münchner Merkur.

Warum ich das alles mache? Ich möchte anderen Mut machen. Ich möchte meine Erfahrungen weitergeben und so vielleicht anderen helfen. Aber vor allem möchte ich, dass wir in unserer Gesellschaft nicht mehr mit Schrecken oder Scham reagieren, wenn ein Mensch an einer Demenz erkrankt, sondern dass wir helfen und für ihn da sind, als Gesellschaft. Denn momentan lastet sehr viel Arbeit auf den Angehörigen. Pflege ist aber nichts, was ein Mensch alleine leisten kann, sondern es braucht Netzwerke.

Eigentlich wäre ich im August beim Demenz-Meet in Zürich gewesen und hätte dort aus meinem Blog vorgelesen. Ich hatte mich so sehr auf diese Veranstaltung gefreut. Demenz-Meets schaffen Begegnung auf Augenhöhe für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Fachleute – leichte Stunden zu einem schweren Thema. Doch leider musste die Veranstaltung abgesagt werden. Ich hoffe sehr, dass 2021 neue Demenz Meets möglich sind. Vielleicht dann auch in München, mit meiner Unterstützung.

Sehnsucht nach Reisen und Ruhe

Im Frühling hatte ich große Sehnsucht nach einer langen Reise und Abenteuer. Doch dann kam der Sommer und das Reisen war nur sehr begrenzt möglich. Ich war mir unsicher, ob ich überhaupt verreisen könne. Und an die Ost- oder Nordsee, wo gefühlt halb Deutschland war, wollte ich nicht. Stattdessen haben wir einen Deutschland-Familien-Urlaub gemacht. Die Kinder haben alle Großeltern besucht und danach waren wir bei meiner Freundin und bei meinem Bruder.

Anders als geplant war dieser Sommerurlaub, aber er war sehr schön und intensiv. Wir haben viele schöne Stunden bei unseren Lieben verbracht. Und Abenteuer hatten wir auch immer mal wieder. Ich bin zum ersten Mal Stand-up-Paddle gefahren, die Kinder ebenso – und wir fanden es großartig.

Und meine Kinder konnten viel Zeit mit ihrer Lieblingshündin verbringen. „Die ist so süß“, sagen sie noch heute und hoffen, dass ich ihnen den Wunsch nach einem Hund erfülle.

Reden über Alzheimer: Jetzt auch als Podcast

Mitten im ersten Lockdown habe ich Anja Kälin und Isabel Hartmann kennengelernt. Wir hatten uns über Instagram gefunden und zu einem lockeren Gespräch verabredet. Anja ist Co-Founderin von Desideria Care, einem Verein, der sich für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen einsetzt. Wir hatten ähnliche Erfahrungen mit der Alzheimer-Erkrankung unserer Mütter gemacht. Dieser Austausch tat gut und er brachte etwas Tolles in Gang: unseren gemeinsamen Podcast „Leben, Lieben, Pflegen – Der Podcast zu Demenz und Familie“

Seit September gibt es nun „Leben, Lieben, Pflegen – Der Podcast zu Demenz und Familie“ auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Ich muss zugeben: meine Radioerfahrung liegt etwas länger zurück, aber die Idee zu diesem Podcast hat mich enorm motiviert. „Schaffe ich das?“, „Kann ich das?“, „Wird das mit der Technik klappen?“ – das waren meine Zweifel. Ich bin wahnsinnig froh, dass ich mutig war und meinte: „Wir probieren es einfach und dann sehen wir.“ Und, was denkt ihr? Wir haben schon vier Folgen produziert, haben Unmengen an Ideen für neue Themen, für Interviewgäste und wie wir andere Angehörige einbeziehen können. Denn, das ist unser großer Wunsch: die Angehörigen zu unterstützen und ihnen Mut zu machen für das Leben mit der Demenz.

Podcast_Leben-Lieben-Pflegen-Folge3

Und ich durfte ein anderes tolles Projekt begleiten. Im September fand im Rahmen der Woche der Demenz eine digitale Vorlese-Aktion für Kinder und Jugendliche statt. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, die LeseLounge und ich haben die Aktion ins Leben gerufen und begleitet. Ich habe mich gefreut, dass ich auch vorlesen durfte. Es gibt wirklich tolle Kinderbücher und -romane rund um das Thema Demenz. Normalerweise stelle ich sie als Rezension auf meinem Blog vor, live vorzulesen war sehr aufregend und schön.

Peggy_Vorlesen
Vorbereitung für die digitale Vorlese-Aktion über Alzheimer

Alles Corona?

Wie es viele Wissenschaftler prognostiziert haben, sind die Corona-Infektionszahlen im Herbst wieder gesteigen. „Nicht schon wieder!“, habe ich gedacht. Dabei war Corona ja nie weg, nur weniger präsent und die Gefahr sich anzustecken geringer. Im Sommer war ich häufiger im Büro und bin viel Fahrrad gefahren. Auf einmal wieder Homeoffice. Mit meinen Freundinnen habe ich telefoniert, statt sich auf einen Kaffee zu treffen. Ich habe gemerkt, dass mir diese echte Nähe fehlt. Habt ihr auch diese Erfahrung gemacht? Für mich sehr schwierig: einerseits auf Abstand zu gehen, andererseits nicht alleine sein zu wollen. Wie seid ihr damit umgegangen?

Gerade weil ich auch weiterhin zu meinen Eltern fahren wollte, für Mama da sein wollte, habe ich mich sehr zurückgenommen und war sehr vorsichtig. Aus dem ersten Lockdown habe diese Erfahrung mitgenommen, dass wir meinen Papa nicht alleine lassen können, dass es wichtig ist, für Mama da zu sein – und genau das wollte ich auch. Deswegen hieß und heißt es für mich: auf Kontakte möglichst zu verzichten, auf Hygiene zu achten und wann immer notwendig, einen Mund-Nasen-Schutz (korrekt) tragen.

Peggy_Maske_Zugfahren

Aber meine Kinder haben mich ganz gut abgelenkt. Wir haben im Oktober schnell noch den Kindergeburtstag der Mittleren (vom Juni) nachgefeiert und den der Großen. Mein eigener Geburtstag fiel irgendwie aus. Ich wollte am liebsten wieder verreisen und meinen Geburtstag woanders feiern (so wie 2019 in Amsterdam), aber dieses Jahr gab es eben eine Mini-Geburtstags-Halloween-Party mit meiner Familie und meinen Eltern. Weniger Reisefeeling und Abenteuer – aber dafür war ich mit denen zusammen, die ich liebe.

Ich habe im Lockdown light ein Video-Format ausprobiert. Wie aufregend das war. Nicht nur für meinen Gast Petra Wieschalla, auch für mich. Ich habe viele neue Artikel auf dem Blog veröffentlicht. Und mit dem Team von „Leben, Lieben, Pflegen“ haben wir das erste Worksheet entwickelt. Es geht um das Thema „Demenz – Was tun nach der Diagnose?“. Das ist ein wichtiges Thema, das erlebe ich im Gespräch mit anderen und ich kann mich gut erinnern, wie anstrengend und sorgenvoll die erste Zeit nach Mamas Diagnose war.

Das wartet 2021 auf mich

In wenigen Tagen beginnt das neue Jahr. Habt ihr schon Pläne? Normalerweise halte ich mich sehr zurück, aber in diesem Jahr ist sowieso alles anders – und da kann ich auch mal Pläne schmieden. Meine Pläne für 2021 sind:

  • regelmäßige Live-Talks mit Experten und Angehörigen auf Instagram
  • Sponsoren für den Podcast zu finden
  • mein Buch zu veröffentlichen
  • mit meinen Kindern ans Meer zu fahren
  • eine Woche lang wandern
  • Zeit mit Mama zu verbringen und ihr viele Glücksmomente schenken

Und ihr so? Wünscht euch doch was!

Eure Peggy

4 Gedanken zu „Mein Jahresrückblick 2020: Mutig neue Wege gehen“

  1. Wow, Peggy, ich bin beeindruckt! Was für ein toller Jahresrückblick, ich habe ihn in einem Rutsch durchgelesen. Ich gratuliere dir zur Grimme-Nominierung und zum Goldenen Blogger! Dein Blog zeigt mir, was alles möglich ist, wenn wir anfangen, mit unserem Thema und unserer Meinung sichtbar zu werden.
    LG Judith
    PS: Ich bin dieses Jahr auch zum ersten Mal gestanduppaddelt (OMG, wie schreibt man das? 😀 Standupgepaddelt? Ge-SUP-t?)

    1. Danke, liebe Judith! Dir danke ich für die vielen Tipps und die tolle Begleitung während der Challenge!
      Ich finde ja Ge-SUP-t spitze 🤩 Hat total viel Spaß gemacht, mir und den Kindern. Das machen wir 2021 bestimmt wieder. Viele Grüße Peggy

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