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Kommunikation, Mit Gefühlen umgehen

Vom Kämpfen und Frieden schließen

Lebst du noch im Krieg oder hast du schon Frieden geschlossen? Worte und Bilder prägen unseren persönlichen Umgang mit Demenz – und sie machen einen Unterschied, wie wir als Gesellschaft mit dem Phänomen umgehen. Wir streben danach, die Demenz zu bekämpfen und benutzen dabei kriegsähnliche Darstellungen. Doch: Was macht das mit denjenigen, die mit der Krankheit leben? Wie fühlt es sich für sie und ihre Angehörigen an? Dazu kommt, dass solche Beschreibungen Ängste und Stigmatisierungen verschärfen. Ich unterstütze deshalb die Stellungnahme "Frieden schließen mit Demenz" von Petra Rösler und hoffe, mit meinem Buch "Mamas Alzheimer und wir" ein kleines Stück dazu beitragen zu können.

Abschied
Mit Gefühlen umgehen

Immer wieder Abschied nehmen

Als meine Mama die Diagnose Alzheimer erhielt, war mir klar, dass sich vieles ändern würde. Ich war traurig und hatte Angst. Aber dass ich über viele Jahre immer wieder Abschiede erleben müsste und was das mit mir machen würde, ahnte ich nicht. Ganz besonders nicht, dass ich mich von vielen Dingen verabschieden müsste, ohne je Abschied nehmen zu können. In der neuen Podcast-Folge von „Leben, Lieben, Pflegen“ habe ich mit Anja Kälin über diese vielen kleinen und die großen Abschiede gesprochen, die mit einer Demenz einhergehen. Und wir haben ein paar Ideen zusammengetragen, die beim Abschiednehmen helfen können.

Entscheidungshelfer_Demenz
Mit Gefühlen umgehen, Wie ich helfen kann

Kleiner Entscheidungshelfer

Zum Leben mit Demenz gehören auch Situationen, in denen Familien immer wieder vor Entscheidungen stehen und für sich eine individuelle Lösung finden müssen. "Wie feiern wir dieses Jahr Weihnachten: zusammen oder lieber nicht?" ist aktuell meine große Frage. Wie kann es gelingen, eine gute Entscheidung zu treffen, und damit meine ich: eine wohlüberlegte Entscheidung? In dieser Corona-Krise fällt mir ziemlich schwer. Denn da sind so viele verschiedene Gefühle. Im Gespräch mit Anja Kälin, Familiencoach und systemische Beraterin für Angehörige von Menschen mit Demenz, bin ich genau dieser Frage nachgegangen. Wie kann man zu einer Entscheidung finden? Indem man die Perspektiven wechselt. Wie das funktioniert, erfahrt ihr hier – und es gibt das Worksheet gratis zum Download.

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Mit Gefühlen umgehen

Scham und Demenz: 4 Tipps für einen guten Umgang

Scham ist ein schwieriges Thema und eines, über das wir nicht so gern sprechen. Denn, wer sich schämt, der macht sich verletzlich. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen kommen aber immer wieder in Situationen, die beschämen können. Auch ich habe diese Erfahrung gemacht, wie ich im vergangenen Blog-Artikel berichtet habe. Ich habe mich mit diesem Gefühl immer ziemlich alleine gefühlt. Aber an den Reaktionen auf den Beitrag habe ich gemerkt, dass es vielen Angehörigen ähnlich geht. Ich möchte mit euch 4 Tipps teilen, die mir geholfen haben, besser mit der Scham umzugehen. (Diese Tipps kann man auch auf andere Themen anwenden ;-))

Peggy_Schämen
"Liebe Mama...", Mit Gefühlen umgehen

Liebe Mama, manchmal schäme ich mich

Darf ich das überhaupt? Mich wegen der Alzheimer-Erkrankung meiner Mama schämen? Normalerweise kann ich mich gut auf meine Mama einlassen und bin entspannt, aber hin und wieder finde ich mich in Situationen, in denen ich mich schäme. Es sind Momente, die mich fast überfordern und in denen ich mit meinen Gefühlen alleine bin. Warum nur? Schäme ich mich wirklich wegen dir, meine liebe Mama, oder sind es nicht vor allem meine Erwartungen und Vorstellungen, die mich beschämen? Eines habe ich gelernt: Dieses Schamgefühl zu verstecken, macht es meist nicht besser. Was mir hilft, ist zu priorisieren und auf das zu schauen, was wirklich zählt

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Im Gespräch, Mit Gefühlen umgehen

„Gefühle sind eine wertvolle Ressource“ – Interview mit Anja Kälin

Die Alzheimer-Erkrankung meiner Mama macht auch sehr viel mit mir. Manchmal bin ich traurig, manchmal wütend, manchmal fühle ich mich schuldig oder hilflos und ja, auch in manchen Momenten fröhlich, glücklich und zuversichtlich. Man kann also durchaus davon reden, dass in mir ein Gefühls-Chaos herrscht. Warum viele Angehörige eine Achterbahn der Emotionen erleben und wie man einen Weg findet, um mit negativen Gefühlen umzugehen, darüber spreche ich mit Familiencoach Anja Kälin.

darf-ich-traurig-sein
"Liebe Mama...", Mit Gefühlen umgehen

Liebe Mama, darf ich traurig sein?

Eine Achterbahn der Gefühle – das ist die Alzheimer-Erkrankung meiner Mama oft für mich. Meine Mama lebt nun schon seit bald neun Jahren mit der Diagnose Alzheimer – und mit ihr die ganze Familie. Anfangs war ich vor allem traurig und habe viel geweint, mit der Zeit habe ich meinen Gefühlen immer weniger Raum gelassen. Dabei bin ich immer noch traurig. Darf ich das? Weinen? Ich bin doch gesund – und meine Mama hat den Alzheimer. Was steckt hinter meiner Trauer? Darüber habe ich mit einer gesprochen, die sich auskennt. Anja Kälin vom Verein Desideria hat mir erklärt, warum es vollkommen in Ordnung und sogar wichtig ist, wenn man als Angehöriger traurig ist und wie ich damit umgehen kann. Teil 1 von „Alzheimer und das Gefühls-Chaos“