Papa und ich
Was ich meiner Mama sagen möchte

Lieber Papa, weißt du, dass du dich großartig um Mama kümmerst? Und dass du trotzdem Hilfe brauchst?

An dieser Stelle schreibe ich immer Briefe an meine Alzheimer-kranke Mama. Es sind meine Fragen und Gedanken, die ich ich so gerne mit ihr teilen möchte. Heute schreibe ich einen Brief an meinen Papa. Ein mini-bisschen, weil bald Vatertag ist. Meinem Papa war dieser Tag immer ziemlich egal – und doch ist er eine wunderbare Gelegenheit Danke zu sagen. Denn ohne meinen Papa würde es meiner Mama nicht so gut gehen. Das ist der Hauptgrund für meinen Brief. Mein Papa leistet jeden Tag Großartiges, so wie Millionen pflegender Angehöriger. Aber ich sehe auch, dass er tagtäglich mehr leistet, als er auf Dauer geben kann. Ich spreche oft mit ihm darüber und dränge ihn, mehr Hilfe anzunehmen. Denn ich habe Angst um ihn und mache mir Sorgen.

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Was ich meiner Mama sagen möchte

Liebe Mama, hast du Angst vor dem Zähneputzen?

Alltag mit Alzheimer: Das sind nicht nur Gedächtnis- und Orientierungsprobleme, auch im täglichen Leben werden ganz normale Dinge zu einer Herausforderung. Wie zum Beispiel das Zähneputzen. Manchmal klappt es ganz gut, manchmal macht Mama den Mund kaum auf und möchte keine Zähne putzen. Woran liegt das? Hat sie Angst vor der Zahnbürste? Tut ihr etwas weh? Was können wir anders machen, damit das Zähneputzen gelingt? Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht und einen Experten um Rat gefragt, wie man Menschen mit Demenz beim Zähneputzen unterstützt. Im neuen Artikel lest ihr, was der Zahnarzt Prof. Dr. Christoph Benz mir geraten hat, worauf es ankommt und wie wir versuchen, Mama zu unterstützen: mit der richtigen Technik und Nähe.

Peggy Elfmann Blumenstrauß
Was ich meiner Mama sagen möchte

Liebe Mama, weißt du eigentlich, dass du die Beste bist? Und dass ich dich schrecklich vermisse?

Bald ist Muttertag. Ein Tag, den ich noch nie besonders mochte. Ich fand ihn immer ein wenig konstruiert und das Drumherum so aufgesetzt. Natürlich war ich meiner Mama dankbar und als ich selber Mutter wurde, wurde ich ihr noch dankbarer. Ich habe meine Mama immer bewundert und geliebt, wir waren uns sehr nah – und sind es ja immer noch. Mir hat es immer widerstrebt, diese Dankbarkeit und Liebe an einem speziellen Tag ausdrücken zu müssen. Ich habe ihr natürlich trotzdem immer etwas geschenkt und ein paar liebe Worte geschrieben, denn ich wollte ihr eine Freude machen. Aber ich habe den Muttertag nie groß zelebriert oder geehrt. Jetzt denke ich manchmal, ich hätte Mama viel öfter Danke sagen und diesen Tag viel größer mit ihr feiern sollen. Denn sie ist die beste Mama für mich – auch wenn ich sie manchmal ganz schrecklich vermisse

Peggy Corona Helfen
Was ich meiner Mama sagen möchte

Liebe Mama, wie können wir uns jetzt in dieser Corona-Krise nah sein?

Wir leben inmitten des neuen Corona-Alltags. An manche Dinge habe ich mich schon fast gewöhnt: dass die Kinder immer zu Hause sind und ich gefühlt dauernd koche (und esse). Die Beschränkungen und das Kontaktverbot beschäftigen mich noch immer sehr – und vor allem auch die Frage, wie es dir geht und wie ich dir in diesen Corona-Zeiten helfen kann. Denn ich vermisse diese Nähe, auch wenn sie nur ab und an ist. Ich bin so traurig, dich gar nicht sehen und hören zu können. Ich bin genervt und frustriert. Was kann ich denn tun? Wie kann ich für dich da sein?

Peggy Elfmann Alzheimer Corona
Was ich meiner Mama sagen möchte

Liebe Mama, ist Corona wie Alzheimer?

Alle reden und schreiben über das Coronavirus. Keiner weiß, wie lange die Krise andauert und was noch passieren wird. Ich versuche meine Arbeit aus dem Homeoffice so gut wie möglich weiter zu machen und gleichzeitig für meine Kinder da zu sein. Manchmal beneide ich dich ein wenig, weil du in deiner kleinen Anders-Welt bist und diese Pandemie an dir vorbeizieht. Ich fühle mich wie in einem Umbruch – einen, den ich nicht wollte und der mir Angst macht. Aber er bringt mich auch sehr zum Nachdenken. Und ich frage mich: Ist diese Corona-Situation ein bisschen wie, wenn man die Diagnose Alzheimer bekommt?

Mama und ich
Was ich meiner Mama sagen möchte

Liebe Mama, wann werden wir uns wiedersehen?

Es ist gerade mal zehn Tage her, da haben wir uns gesehen, zusammen Kuchen gegessen, gelacht und Musik gehört. Ich habe Pläne für die Ferien gemacht, ich wollte dich und Papa mit den Kindern besuchen. Dass sie mal wieder viel Zeit mit euch verbringen können. Und wir euch unterstützen können. Und jetzt? Die Corona-Krise. Und ich habe Angst. Angst um dich, um die Kinder, um mich und frage mich: Wann werden wir uns wiedersehen? Und wie kann ich euch helfen?

Angst vor Treppen, Alzheimer und wir
Was ich meiner Mama sagen möchte

Liebe Mama, bitte hab keine Angst! Schon gar nicht vor Treppen…

Der Alzheimer bringt meiner Mama immer neue Herausforderungen. Am Anfang hatte sie Probleme mit der Orientierung, vergaß oder verlegte ihren Geldbeutel oder Schlüssel – mittlerweile kommen ganz andere Schwierigkeiten dazu. Zum Beispiel Treppen hinab gehen. Wenn ich mit ihr Stufen nehme – was im Haus meiner Eltern alltäglich ist – merke ich, dass sie Angst hat. Warum? 5 Tipps, die wir ausprobiert haben und mein Fazit

Hände Alzheimer
Was ich meiner Mama sagen möchte

Liebe Mama, bist du jetzt das Kind?

Alzheimer-Patienten seien wie Kinder, heißt es oft. Man liest und hört immer wieder diesen Vergleich von Alzheimer-Erkrankten mit kleinen Kindern. Und ja, da gibt es Parallelen. Beide sind auf die Unterstützung und Pflege von anderen angewiesen. Aber zum Kind macht es meine Mama deshalb noch lange nicht

Was ich meiner Mama sagen möchte

Liebe Mama, bekomme ich auch Alzheimer?

Häufiger wurde ich gefragt, ob ich auch Angst habe zu erkranken. "Ich doch nicht. Ich bin doch noch so jung", denke und sage ich dann. Was für ein absurder Gedanke? Aber das dachtest du vermutlich auch. Hättest du jemals gedacht, dass du mit 55 Jahren Alzheimer bekommst? Du hattest doch noch so viel vor und wolltest mit Papa reisen und eine schöne Zeit verbringen. Ich grübele nicht mehr so sehr über diese eine große Frage. Denn wer weiß schon, was kommt? Ich versuche die Dinge so anzunehmen, wie sie sind. Denn nur das hilft dir